Verbraucher : Mobil auf Mallorca

Was Sie beachten müssen, wenn Sie im Ausland ein Fahrzeug mieten wollen

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Der Urlaub beginnt schon zu Hause. Wer im Ausland einen Wagen mieten will, sollte sich schon vor der Abreise darum kümmern. Das meint zumindest Klaus LangmannKeller, Geschäftsführer des Bundesverbands der Autovermieter Deutschlands. Er empfiehlt, den Wagen vor Reiseantritt in Deutschland zu mieten: „Dann hat der Kunde einen inländischen Vertragspartner." Das heißt, die Verträge sind in deutscher Sprache abgefasst, und es gilt deutsches Recht.

Wer sich dagegen erst am Urlaubsort entscheidet, erhält einen Vertrag nach Landesrecht – selbst wenn er sich an einen der internationalen Vermieter wie Hertz oder Sixt wendet. Preisgünstiger sei die Anmietung am Urlaubsort auch nur in den seltensten Fällen, sagt Langmann-Keller. Und wenn die Preise tatsächlich einmal niedriger seien, könnte dies eventuell daran liegen, dass der Anbieter ältere Autos in schlechtem Zustand anböte. „Vorsicht vor windigen Vertretern, die Sie am Flughafen abfangen und Ihnen ein Auto andrehen wollen", warnt der Verbandsvertreter.

Wer sich nun aber doch spontan dazu durchringt, am Urlaubsort einen Ausflug mit dem Auto zu unternehmen, sollte Preisvergleiche anstellen. Und wenn man die Landessprache nicht beherrscht, ist man gut beraten, sich eine Vertragsausfertigung in deutscher Sprache aushändigen zu lassen. Außerdem sollte man sich unbedingt nach der Versicherung erkundigen, rät der ADAC. Der Automobilclub emfiehlt den Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Dabei sollten die Kunden auf die Höhe der Selbstbeteiligung achten. Je niedriger diese ist, desto besser. Zudem sollte man einen Blick auf die vereinbarte Höhe der Deckungssumme werfen.

„In Deutschland werden Sachschäden häufig bis zehn Millionen Euro versichert, Personenschäden sogar in unbegrenzter Höhe", heíßt es beim ADAC. Im Ausland seien die Deckungssummen meist viel niedriger. Konsequenz: Verursacht der deutsche Mieter durch einen Unfall höhere Schäden, muss er diese aus eigener Tasche begleichen. Das kann teuer werden. Wer auf Nummer sicher gehen will, solle daher eine so genannte „Mallorca-Police" abschließen, die in solchen Fällen einspringt, meint der Automobilclub. höl

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