Nobelhandys im Test : Telefonieren geht auch

Konkurrenz für das iPhone gibt es zu Hauf und für jeden Geschmack. Vor allem sind die Geräte aber schick und teuer.

Christian Wahl
Handy
Immer erreichbar. Fast jeder hat heute ein Handy. Die Auswahl ist groß. -Foto: ddp

Verglichen mit der Crème de la Crème der Handys ist das neue Kulthandy, das iPhone von Apple, fast schon ein Schnäppchen. 399 Euro soll es kosten, wenn es im November auf den deutschen Markt kommen wird, inklusive Zweijahresvertrag. Damit ist das Apple-Handy deutlich billiger als einige der Nobelgeräte, die die Stiftung Warentest jetzt unter die Lupe genommen hat.

Mit 800 Euro lässt sich etwa Nokia bei seinem „N95“ bezahlen, dass das Gerät alles hat, was Technikfreaks wollen – UMTS, WLan, eine gute Fünf-Megapixel-Kamera und den US-Handystandard Quadband. Leider ist das Gerät im Regen nicht ganz dicht. Daher landet das teuerste Gerät im Test mit einem „Befriedigend“ nur im hinteren Mittelfeld.

Auch das mit Abstand schönste Handy im Test hat seinen Preis: das Prada-Handy von LG. Es sieht edel aus und wird – wie das iPhone – über den Bildschirm gesteuert. Mit 600 Euro ist das Prada-Handy das drittteuerste Modell im Test.

Der Testsieger kommt von Sony Ericsson: Das UMTS-Handy „W880i“ enthält für 470 Euro eine gute Zwei-Megapixel-Kamera und einen guten Musikspieler. Den Testern gefielen die hohe Display-Auflösung und das gute Menü. Schwachpunkt: die kleinen Tasten, die schwer zu bedienen sind.

Die Kriterien der Tester waren unter anderem Transport, Haltbarkeit und Vielseitigkeit. Auch die Qualität von Benutzerführung, Akkubetrieb und Fotofunktion wurden bei der Beurteilung berücksichtigt.

Die meisten der untersuchten Handys verfügen über eine Kamera. Nur zwei Geräte kommen ohne diese aus. Mit jeweils 89 Euro sind diese Handys auch die erschwinglichsten Modelle. Empfehlenswert: das Einsteiger-Handy Nokia „2626“, das mit „gut“ bewertet wurde und sehr lange Akkulaufzeiten hat.

„Die Geräte werden immer vielfältiger“, heißt es bei der Stiftung Warentest. Die Entscheidung für oder gegen ein Mobiltelefon hängt vor allem von den Erwartungen ab, die der Kunde an seine Neuerwerbung stellt. Manches Handy glänzt so zum Beispiel durch Aufmachung oder leichte Bedienbarkeit. Andere Modelle sind Hightech-Geräte, die vor allem mit Leistung überzeugen.

Im Test schnitten beim Telefonieren alle Modelle zumindest „befriedigend“ ab. Und auch im Gesamturteil erreichten alle geprüften Handys mindestens diese Bewertung.

Der Tipp der Tester: Das Sony Ericsson „W610i“ für 299 Euro gilt als bester Musikspieler, für Datentransfer und Auslandseinsatz eignet sich nach Meinung der Verbraucherschützer dagegen vor allem das Nokia „E65“. Und für modebewusste Telefonierer bleibt ganz klar nur eines: das edle Modell von Prada.

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