Verbraucher : Noch mit Verlust

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STÄRKEN

Air Berlin ist nach der Lufthansa die zweitgrößte Fluggesellschaft in Deutschland.

Das Unternehmen verfügt über ein gutes Streckennetz und hat mit Urlaubsreisen ein etabliertes Geschäftsfeld.

Analysten rechnen damit, dass Air Berlin in den M-Dax aufgenommen wird. Der Konzern wird dadurch einen größeren Reiz auf institutionelle Anleger ausüben, was den Preis stabilisieren und das Risiko mindern wird.

Seit 2003 ist der Umsatz um nahezu 50 Prozent gestiegen. Das Unternehmen strebt weiteres Wachstum auch durch Zukäufe an.

Der Konzern will kostenintensive Preiskämpfe mit den Billigfliegern Easyjet oder Ryanair vermeiden.

SCHWÄCHEN

Air Berlin hat in den vergangenen zwei Jahren Verluste in Millionenhöhe erwirtschaftet.

Der Markt unterliegt stark den Schwankungen des Kerosinpreises durch den steigenden Ölpreis. Die Branche befürchtet auch die Kürzung von Steuervorteilen.

Altaktionäre trennen sich beim Börsengang von der Hälfte ihrer Aktien und machen Kasse. Konzernchef Hunold will seine Aktien für 18 Monate halten. Mit Zustimmung der Konsortialbanken könnte er sie jedoch jederzeit verkaufen.

Einnahmen durch den Börsengang werden nur bedingt in das Unternehmen investiert. Etwa zehn Prozent dienen der Schuldentilgung.

Das Unternehmen zahlt einen ungewöhnlich hohen Preis für den Börsengang: Ein Sechstel der Einnahmen wird dadurch aufgebraucht. hez

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