Orange gegen Gelb : Der Kampf um die Wertstoffe

Die „Orange Box“
Die „Orange Box“

Auf den Senat ist Alb

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schlecht zu sprechen. Das private Recyclingunternehmen sammelt Verpackungsmüll in der gelben Tonne. Darüber hinaus bietet Alba die „Gelbe Tonne plus“ an, in die Bürger Wertstoffe werfen können – etwa Elektrokleingeräte, Holz oder Textilien. „Bis Sommer in Einvernehmen mit der Senatsverwaltung“, wie Alba-Sprecherin Verena Köttker betont. Doch nun bekommt Alba Konkurrenz von der landeseigenen BSR. Die Stadtreinigung will ab Januar flächendeckend für Wertstoffe die „Orange Box“ einführen. Unterstützt wird sie dabei von der Senatsverwaltung für Umwelt, die Alba nicht nur verbot, weitere „Gelbe Tonnen plus“ aufzustellen, sondern die Firma aufforderte, die bestehenden Tonnen abzuräumen. Per einstweiligem Rechtsschutz entschied das

Verwaltungsgericht Berlin
jetzt, dass Alba seine Tonnen vorerst stehen lassen kann. Dagegen hat der Senat Beschwerde eingelegt. Über die Grundsatzfrage, ob Alba das System betreiben darf, ist damit aber noch nicht entschieden. Alba vermutet, dass der Senat Tatsachen schaffen will, bevor 2011 das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz kommt. Danach sollen sich private und kommunale Firmen um die Wertmüllentsorgung bewerben können. „Die BSR versucht mit der Umweltssenatsverwaltung, ein privates wettbewerbliches System durch ein kommunales Monopol vom Markt zu verdrängen“, so Köttker. hej

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