Preisanstieg : US-Ölpreise steigen erneut auf Rekordstände

Rohöllagerbestände sinken: Enttäuschende US-Lagerdaten haben die Ölpreise teils auf neue Rekordstände getrieben.

New York/London/WienDer Ölpreis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kletterte in der Spitze bis auf die Rekordhöhe von 108,77 Dollar. Das waren 2,43 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Auch beim US-Ölpreis ist der alte Rekord von 111,97 Dollar in greifbarer Nähe. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte nach der Bekanntgabe gesunkener Rohöllagerbestände bis auf 111,41 Dollar. Das waren 2,91 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag.

Die neuesten Lagerdaten aus den USA enttäuschten die Erwartungen deutlich. Die Rohöllagerbestände sanken nach Angaben des US- Energieministeriums in der vergangenen Woche überraschend um 3,2 Millionen auf 316,0 Millionen Barrel. Von Thomson Financial News befragte Experten hatten hingegen mit einem Anstieg um 2,5 Millionen Barrel gerechnet. Auch die Benzinlagerbestände gingen überraschend deutlich um 3,4 Millionen auf 221,3 Millionen Barrel zurück, während Experten mit einem moderateren Rückgang von 2,5 Millionen Barrel gerechnet hatten. Die Bestände an Heizöl und Diesel (Destillate) sanken um 3,7 Millionen auf 106,0 Millionen Barrel. Experten hatten hier mit einem Rückgang um lediglich 1,3 Millionen Barrel gerechnet.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist am Dienstag weiter gestiegen. Wie die OPEC am Mittwoch in Wien berichtete, kostete am Dienstag ein Barrel Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells 101,89 Dollar. Damit hatte sich der Preis im Vergleich zum Vortag um 73 Cent erhöht. Die OPEC berechnet ihren Preis auf der Basis von 13 wichtigen Sorten des Kartells. (dm/dpa)

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