Preiserhöhung : Bahn streikt - Benzinpreis steigt

Die Mineralölkonzerne haben die Streiks bei der Bahn offenbar für eine kräftige Preiserhöhung genutzt. Der Preis für Superbenzin sei über Nacht um bis zu sieben Cent pro Liter gestiegen.

StuttgartPünktlich zu den Streiks bei der Bahn haben die Mineralölkonzerne offenbar eine kräftige Preiserhöhung eingeführt. Superbenzin sei über Nacht um bis zu sieben Cent pro Liter teurer geworden, erklärte der europäische Automobilclub ACE in Stuttgart. Mancherorts verlangten Tankstellen 1,39 Euro und damit nur noch wenige Cent weniger als zum Jahreshöchststand im Mai. Diesel liege mit durchschnittlich 1,15 Euro nur um ein Cent unter dem Jahreshoch. "Die Tankstellenbetreiber haben gewusst, dass viele Pendler wegen des Arbeitskampfes der Eisenbahner auf ihr Auto umsteigen müssen und haben sich an ihnen schadlos gehalten", kritisierte ein ACE-Sprecher.

Das Verhalten der Mineralölkonzerne sei zwar im rechtlichen Sinne nicht sittenwidrig, aber ein erneuter Beleg dafür, mit welcher Unverfrorenheit die Konzerne jede Chance auf zusätzlichen Profit ausnutzten, erklärte der ACE. Seit rund zwei Jahren gebe es meist dienstags und donnerstags neue Preisrunden. Der ACE riet Kraftfahrern dazu, Preisschilder aufmerksam zu beobachten und die Zapfsäulen teurer Markentankstellen zu meiden. Durch sparsame Fahrweise könne ein Autofahrer bei einer Fahrleistung von 12.000 Kilometern im Jahr zudem rund 181 Liter sparen. (mit AFP)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben