Preiserhöhung : Bahnfahren wird ab Sonntag teurer

Um 1,8 Prozent steigen die Preise für Tickets der Deutschen Bahn ab dem Fahrplanwechsel. Das ist eigentlich seit Oktober bekannt - hält aber Verbraucherschützer nicht davon ab, ihre Kritik zu erneuern.

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Berlin - Der Fahrgastverband Pro Bahn und der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisieren die anstehende Preiserhöhung der Deutschen Bahn. Zum Fahrplanwechsel am Sonntag werden Reisen im Nah- und Fernverkehr um durchschnittlich 1,8 Prozent teurer. Eine Reise von Berlin nach Frankfurt am Main etwa kostet dann 113 statt 111 Euro. Im Regionalverkehr steigen die Preise sogar um 2,2 Prozent.

„In die jetzige wirtschaftliche Situation passt die Preiserhöhung nicht rein“, sagte der Vorsitzende von Pro Bahn, Karl-Peter Naumann. Der ökologisch orientierte VCD übte ebenfalls Kritik. Es sei nicht nachvollziehbar, wenn die Preise „ohne Verbesserung von Qualität und Angebot“ angehoben würden.

Außer den Fahrkarten kosten ab Sonntag auch Sitzplatzreservierungen sowie die Bahncard 50 und 100 deutlich mehr (siehe Grafik). Die Preise für die meisten Pauschalangebote wie das Schönes-Wochenende-Ticket steigen dagegen nicht. Für Kurzstrecken bis 250 Kilometer wird zudem ein Dauer-Spezial-Ticket für 19 Euro eingeführt. Und alle Fahrkarten mit Zugbindung können künftig gegen eine Gebühr von 15 Euro umgetauscht oder zurückgegeben werden.

Die Deutsche Bahn, die den Preisanstieg bereits im Oktober verkündet hatte, begründet die Verteuerung unter anderem mit gestiegenen Personalkosten. Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg bezeichnete die Preiserhöhung als moderat: „Die Bahn hat hier eine Entscheidung mit Augenmaß getroffen“, sagte er. Das Unternehmen erwartet durch die Preiserhöhung im kommenden Jahr Mehreinnahmen von 50 Millionen Euro. jmi

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