Preisnachlass : Energieversorger senken Gaspreise

Angesichts drastisch gesunkener Ölpreise wollen mehrere Energieversorger ihre Gaspreise angleichen. EnBW, die Mannheimer MVV Energie und die Stadtwerke Duisburg haben Preissenkungen zwischen vier und sieben Prozent angekündigt.

Karlsruhe/Mannheim Mehrere Energieversorger wollen zum 1. Januar die Gaspreise senken. Dazu gehören neben dem Energiekonzern EnBW auch die Stadtwerke Duisburg und die Mannheimer MVV Energie. Während bei der EnBW im Grundversorgungstarif Erdgas Plus die Preise um durchschnittlich vier Prozent fallen sollen, steht die genaue Höhe bei der MVV noch nicht fest. Man werde aber die Ersparnis bei der eigenen Gasbeschaffung "sofort und vollständig" an die Kunden weitergeben, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mannheim mit.

Die Stadtwerke Duisburg wollen ihre Erdgaspreise zum 1. Januar kommenden Jahres um rund sieben Prozent senken. Ein Sprecher bestätigte damit am Mittwoch einen Bericht der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (Donnerstag). Am Dienstag hatte die Gelsenwasser AG eine Gaspreissenkung zum 1. Februar kommenden Jahres angekündigt. Hintergrund sind die zurückgehenden Ölpreise, denen der Gaspreis mit einer zeitlichen Verzögerung folgt.

Weitere Preissenkungen sind möglich

Die EnBW kündigte für das kommende Frühjahr weitere Preissenkungen für den Fall an, dass der Ölpreis sich "weiterhin auf dem derzeit vergleichsweise niedrigen Niveau bewegt oder noch weiter sinkt". Die EnBW Gas GmbH gibt nach eigenen Angaben "als erster der großen Energiekonzerne" damit niedrigere Gasbezugspreise "in vollem Umfang an ihre Kunden weiter". Bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch einer Familie in diesem Tarifbereich bedeute die Preissenkung eine jährliche Entlastung von rund 50 Euro brutto.

In Mannheim teilte MVV-Energie-Vertriebsvorstand Matthias Brückmann mit: "Wir haben bei der Ankündigung der letzten Gaspreisanpassung zum 1. Oktober versprochen, die Preise bei zurückgehenden Einkaufskosten auch wieder zu senken. Dieses Versprechen werden wir einhalten."

Die Bundesregierung hatte die Energiekonzerne am Dienstag aufgefordert, angesichts der drastisch gesunkenen Ölpreise jetzt die Gaspreise entsprechend zu reduzieren. Die Branche habe eine gesamtwirtschaftliche Verantwortung zur Entlastung der Verbraucher, hatte das Wirtschaftsministerium am Dienstag nach einem Treffen mit führenden Gasversorgern in Berlin mitgeteilt. Daran nahmen unter anderem Eon Ruhrgas, RWE, VNG und mehrere Stadtwerke teil. (iba/dpa)

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