RABATTVERTRÄGE : Offener Streit

Seit April 2007 haben die gesetzlichen Krankenkassen die Möglichkeit, Rabattverträge mit den Pharmaherstellern abzuschließen. Die Politiker der großen Koalition wollten damit mehr Wettbewerb in den Markt mit Medikamenten bringen, deren Patentschutz abgelaufen ist – und dadurch die Arzneimittelausgaben senken. Sie sind der zweitgrößte Posten bei den Gesundheitsausgaben nach den Krankenhauskosten. Allein von Januar bis November 2007sind die Ausgaben der Kassen für Arzneimittel und Impfstoffe um 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Die AOK als größte Kasse will durch Rabattverträge pro Jahr 500 Millionen Euro einsparen. Allerdings gibt es noch Streit über das Vergabeverfahren. Pharmafirmen, die nicht zum Zuge gekommen waren, hatten dagegen geklagt. Die Entscheidung steht noch aus. pet

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