RASEN WIRD TEURER : Das steht im neuen Bußgeldkatalog

Bald soll es Verkehrssünder noch härter treffen. Die Geldstrafen etwa für zu schnelles Fahren oder für Alkohol oder Drogen am Steuer sollen verdoppelt werden. So sieht es der neue Bußgeldkatalog des Bundesverkehrsministeriums vor. Damit dieser in Kraft tritt, muss zunächst das Straßenverkehrsgesetz geändert werden. Dafür fehlt noch die Zustimmung des Bundesrates, der an diesem Freitag zusammenkommt. Wenn die Länderkammer einwilligt, gelten die Regelungen aller Voraussicht nach ab Februar 2009.

Demnach zahlt, wer das erste Mal mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt wird, künftig bis zu 500 statt 250 Euro. Beim zweiten und dritten Verstoß verdoppelt sich der Strafzettel von 500 auf 1000 Euro beziehungsweise von 750 auf 1500 Euro. Die Obergrenzen für überhöhte Geschwindigkeit steigen ebenfalls deutlich. Bislang lag der Höchstsatz innerhalb geschlossener Ortschaften bei 425, außerhalb bei 375 Euro. Künftig sind es 760 und 600 Euro. Auch die Mindeststrafe wird angehoben. Wer in der Stadt zu schnell fährt, kommt im besten Fall mit 75 Euro Strafe davon statt bisher mit 40 Euro. Außerhalb der Stadt steigt der Betrag von 50 auf 80 Euro. Das Fahren über rote Ampeln kostet derzeit zwischen 50 und 200 Euro. Künftig wird die Strafe zwischen 90 und 360 Euro liegen. Im ähnlichen Verhältnis steigen die Bußgelder für Drängeln auf der Autobahn, Rücksichtslosigkeit an Zebrastreifen und missachtete Vorfahrtsregeln.

Auch Lkw-Fahrer werden künftig mehr zur Kasse gebeten. Wer das Fahrverbot an Sonntagen nicht einhält, zahlt nicht mehr 40, sondern 75 Euro. Für Lkw-Halter werden ab Februar 380 statt 200 Euro fällig. Mit dem neuen Strafenkatalog sollen mit dem Prinzip Abschreckung gezielt Unfallursachen bekämpft werden. Bei Verwarnungsgeldern oder Parkverstößen bleibt dagegen alles beim Alten. Die allgemeine Obergrenze für Verkehrsverstöße steigt von derzeit 1000 auf 2000 Euro. dcl

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