Renten, Steuern, Versicherungen : Das ändert sich 2012

Mit Beginn des neuen Jahres kommt auf die Bürger eine Reihe wichtiger Änderungen zu. Die wichtigsten haben wir für Sie zusammengestellt.

Rentenbeiträge: Der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung sinkt um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent.

Rente mit 67: Ab Januar wird das Renteneintrittsalter für alle 1947 oder später Geborenen stufenweise angehoben – von Jahrgang zu Jahrgang um zunächst einen Monat, so dass 1958 Geborene in der Regel mit 66 in Rente gehen werden. Danach steigt die Altersgrenze um zwei Monate pro Jahrgang, ab 1964 Geborene erreichen das Rentenalter damit erst ab 67. Wer ab Januar eine staatlich geförderte Riester- oder Rürup-Rente abschließt, darf sie sich erst mit 62 auszahlen lassen.

Familienpflegezeit: Arbeitnehmer können zur Pflege ihrer Angehörigen zwei Jahre lang halb arbeiten und dabei drei Viertel des Gehalts beziehen. Später müssen sie dann wieder voll arbeiten, bekommen aber zwei Jahre lang weiter drei Viertel des Gehalts.

Kinderbetreuung: Eltern können die Kosten für die Betreuung ihrer Kinder bis 14 Jahre als Sonderausgaben geltend machen und damit Steuern sparen. Der bislang verlangte Nachweis, ob die Betreuungskosten berufsbedingt sind oder nicht, entfällt. Was bleibt, ist die Obergrenze: Eltern können zwei Drittel der Kosten von maximal 6000 Euro von der Steuer absetzen – also 4000 Euro pro Kind pro Jahr.

Lebensversicherung: Die Versicherungen müssen ab Januar in neuen Verträgen ihren Garantiezins von 2,25 auf 1,75 Prozent reduzieren.

Schnelle Überweisungen: Banken und Sparkassen müssen Überweisungen am Automaten und übers Internet innerhalb eines Tages ausführen – und zwar in der gesamten Europäischen Union. Bislang sind drei Tage die Obergrenze. Bei Überweisungen auf Papier sind noch zwei Geschäftstage erlaubt.

P-Konto: Einkommen, Kindergeld und Sozialleistungen sind ab Januar nur noch auf einem speziellen Konto vor einer Pfändung geschützt, dem P-Konto. Auf diesem behält die Bank jeden Monat automatisch einen Grundbetrag von derzeit 1028,89 Euro zurück. Die Institute sind verpflichtet, ein normales Girokonto binnen vier Tagen in ein P-Konto umzuwandeln.

Zahnersatz: Gesetzlich Versicherte müssen ab Januar für Kronen, Brücken und Prothesen mehr zuzahlen. Die Krankenkasse übernimmt nur die Kosten für die sogenannte Regelversorgung, alle anderen Behandlungen kann der Zahnarzt nach der neuen Gebührenordnung abrechnen. Privat Versicherte müssen alle Leistungen nach dieser Gebührenordnung bezahlen.

Rußfilter: Besitzer älterer Dieselautos bekommen ab Januar wieder einen staatlichen Zuschuss von 330 Euro für den Einbau eines Rußpartikelfilters. AFP

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