Verbraucher : Schnell verarbeiten

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Bei einer Untersuchung in NordrheinWestfalen wurden in 15 Prozent aller Supermärkte bei der Lagerung von Hackfleisch Mängel festgestellt. Bei einer vergleichbaren Untersuchung im Vorjahr wurden noch 43 Prozent aller Lebensmittelgeschäfte beanstandet. NRW-Verbraucherschutzministerin Bärbel Höhn führt das auf die schärferen Kontrollen und Gespräche mit dem Handel zurück, der seit der ersten Untersuchung vor einem Jahr Kühlregale austauschte und sein Personal besser schulte. Bei zehn Testkäufen der Stiftung Warentest von frisch verpackter oder loser Ware entdeckten die Tester in sechs Fällen Bakterien oder Keime in zu hoher Konzentration. Besser schnitt das so genannte EU-Hackfleisch ab. Dieses Hackfleisch wird unter besonderen hygienischen Bedingungen hergestellt, in Plastikbehältern verschweißt und ist dann bis zu neun Tage haltbar. Von zehn Produkten fiel keines durch besonders hohe Keimbelastungen auf. Dennoch fordert Bärbel Höhn eine Warnung an den Verbraucher : „Sinnvoll ist ein Hinweis auf den Verpackungen für Hackfleisch, der die Verbraucher auffordert, das Fleisch noch am Tag des Kaufs zu verbrauchen oder einzufrieren.“

TIPPS ZUR VERARBEITUNG

Auch die Stiftung Warentest empfiehlt, Hackfleisch möglichst schnell nach Hause zu transportieren und zügig zu verbrauchen . Die Temperatur in einem Kühlschrank zu Hause ist mit durchschnittlich sieben bis zehn Grad weit von den geforderten zwei Grad für Hackfleisch entfernt. Beim Kochen, Braten oder Grillen sollte Gehacktes mindestens zehn MInuten lang gegart werden. Rohes Hackfleisch in Form von Hackepeter oder Mett sollten besonders empfindliche Menschen wie Schwangere oder Alte möglichst meiden. Nach der Verarbeitung von Hackfleisch sollte man sich gründlich die Hände waschen und die Küchenutensilien gründlich reinigen . Eine Alternative zu Hackfleisch aus dem Laden ist es, das Gehackte mit einem Fleischwolf selbst herzustellen. Tsp

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