Smartphones und Tablet-PCs : Smarte Geschenke

Internettaugliche Handys und Tablet-PCs sind die Renner im Weihnachtsgeschäft. Die Auswahl fällt schwer. Dann muss man auch noch den richtigen Tarif finden.

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Weihnachtself grüßt Weihnachtsmann. In diesem Apple-Store machen beide Werbung für das iPhone.
Weihnachtself grüßt Weihnachtsmann. In diesem Apple-Store machen beide Werbung für das iPhone.Foto: dpa

Smartphones und Tabletcomputer stehen ganz oben auf der Wunschliste für das Fest. 16 Prozent der Bundesbürger wollen eines der internetfähigen Mobiltelefone zu Weihnachten verschenken oder vom geschenkten Geld anschaffen. 13 Prozent legen einen Tabletcomputer unter den Baum. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightechverbands Bitkom unter 1000 Personen ergeben. Allerdings ist es für den Schenkenden nicht ganz einfach, sich für das richtige Modell zu entscheiden, denn die Auswahl ist riesig.

Am Anfang steht die Entscheidung, ob das Smartphone mit oder ohne Vertrag verschenkt werden soll. Wer die Option mit Vertrag wählt, zahlt zwar zunächst nur wenige Euro für das Gerät, muss es dann aber verteilt über 24 Monate über die Grundgebühr finanzieren. Problematisch ist hierbei nicht nur die lange Laufzeit des Geschenks, sondern auch dass es dem Schenkenden womöglich schwerfällt, den optimalen Tarif zu wählen. Rafaela Möhl vom Onlinemagazin Teltarif rät daher, Geräte ohne Vertragsbindung zu verschenken. „Man macht dabei kein schlechtes Geschäft, auch wenn das Gerät voll bezahlt werden muss.“ Von Prepaidvarianten rät Möhl ebenfalls ab. „Dann entsteht häufig das Problem, dass das Gerät nur in einem bestimmten Netz genutzt werden kann.“

Smartphones können 800 Euro oder mehr kosten. Gute Geräte gebe es aber bereits für 100 Euro, sagt Möhl. Wichtig sei, dass ein Gerät über das schnelle Datenübertragungsverfahren HSDPA und eine W-Lan-Schnittstelle verfüge. Wer bis zu 300 Euro investiere, bekomme darüber hinaus einen besseren Prozessor für schnelleres Arbeiten oder ein brillanteres Display.

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1 von 12Foto: AFP
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Hat man sich für eine Preiskategorie entschieden, kommt es bei der Wahl des Modells darauf an, wie der Beschenkte das Gerät nutzen will. Wer viele SMS oder E-Mails schreibt, für den ist eventuell ein Gerät mit einer echten Tastatur besser geeignet als eines, das nur einen Touchscreen hat. Andere Kriterien können etwa die Qualität der Kamera oder einfach auch die Größe des Geräts sein.

Knifflig ist die Entscheidung über das Betriebssystem. Zur Wahl stehen einmal die drei großen Konkurrenten Android von Google und Windows phone von Microsoft, die jeweils von verschiedenen Geräteherstellern verwendet werden, sowie iOS von Apple. „Mit allen drei Systemen kommt man relativ schnell zurecht, weil sie intuitiv zu bedienen sind“, sagt Möhl von Teltarif. Daneben gibt es jedoch noch viele Geräte, die mit den jeweils eigenen Betriebssystemen der Hersteller arbeiten. Diese Geräte sind zwar häufig günstiger in der Anschaffung. Der Nachteil ist jedoch, dass es bei diesen Modellen deutlich schwieriger ist, zusätzliche Anwendungen (Apps) zu installieren. „Wer immer wieder neue Spiele oder andere Apps herunterladen will, ist bei einem der großen Betriebssysteme besser aufgehoben“, meint Möhl.

Bei der Wahl eines Tablets geht es zunächst um die Frage, ob das Gerät neben einer W-Lan- auch eine Mobilfunkschnittstelle haben soll. Die meisten Verbraucher nutzen ihr Tablet meist zu Hause auf dem Sofa und gehen daher über ihren W-Lan-Anschluss ins Internet. „Wer zusätzlich unterwegs mobil ins Netz gehen will, muss mit einem Aufpreis von 50 bis 80 Euro rechnen“, sagt Möhl.

Interessant ist auch die weitere Schnittstellenausstattung: So bieten einige Geräte einen HDMI-Ausgang für den direkten Anschluss an den Fernseher. Andere haben einen herkömmlichen USB-Anschluss, um zum Beispiel einen USB-Speicher anschließen zu können. Ein anderes Kaufkriterium ist natürlich auch hier die Größe des Bildschirms, die zum Nutzungsverhalten passen sollte. „Vernünftige Tablets gibt es ab etwa 250 Euro“, sagt Möhl. Die meisten laufen (abgesehen von Apples iPad) mit Googles Betriebssystem Android. Teurere Geräte (bis zu 500 Euro) bringen dann zum Beispiel mehr Arbeitsspeicher, einen größeren internen Speicher, einen schnelleren Prozessor und gegebenenfalls eine höhere Bildschirmauflösung.

Wer zu Weihnachten ein Smartphone oder Tablet verschenkt, sollte den Beschenkten davor warnen, mit einer vorhandenen Mobilfunkkarte ins Netz zu gehen, die nicht über einen entsprechenden Datentarif verfügt. „Alte Tarife können schnell zur Kostenfalle werden“, warnt Möhl, „da werden schon einmal 20 Euro pro Megabyte berechnet.“ Also vor dem Lossurfen erst den richtigen Tarif besorgen. Die Tabelle rechts listet einige günstige Varianten für Smartphones auf. Unterstellt ist ein „Normalnutzer“, der 130 Minuten im Monat telefoniert und ein Datenvolumen zwischen 200 und 500 Megabyte nutzt. Wer dagegen regelmäßig mit seinem Tablet über Mobilfunk ins Netz gehen will, nutzt besser einen reinen Datentarif mit einem höheren Inklusivvolumen.

Wer sofort an Heiligabend ins Netz starten will, dem empfiehlt das Verbraucherportal Verivox Tages- oder Monatsflatrates. Sie sind eine Alternative für Gelegenheitsnutzer. Anbieter sind Mobilfunkdiscounter wie Aldi Talk, Blau.de oder WKW-mobil. Die Einrichtung kostet einmalig zehn oder zwölf Euro, die Nutzung zwei bis drei Euro pro Tag. Soll der Tablet-PC jedoch täglich als Laptopersatz dienen, rät Verivox dagegen zu einer Monatsflatrate. Sie ist bei längerer und regelmäßigerer Nutzung günstiger.

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