Sonnenschutzmittel im Test : Sicher im Sommer

Wer keine sehr empfindliche Haut hat, dem bieten auch Cremes mit niedrigen Faktoren Schutz. Die müssen auch nicht teuer sein. Neun von 13 sind gut.

Yasmin El-Sharif

Man muss nicht gleich zu einer Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 greifen, wenn man sich im Sommer vor hautschädlichen UVB-Strahlen schützen will. Denn wie ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt, können auch Cremes mit einem niedrigeren Lichtschutzfaktor durchaus gut sein – vorausgesetzt man hat eine nicht besonders empfindliche und sonnengewöhnte Haut.

13 Lotionen mit Faktoren zwischen acht und zehn hat die Stiftung Warentest genauer untersucht, die pro 100 Milliliter zwischen 60 Cent und 18,50 Euro kosten. Die meisten Mittel erhielten das Qualitätsurteil „gut“. Darunter sind auch besonders preiswerte wie die Sonnenlotionen von dm, Schlecker und Aldi, die pro 100 Milliliter nicht mal einen Euro kosten. Mit „sehr guter“ Feuchtigkeitsanreicherung tut die dm-Sonnenmilch dabei besonders viel für die von der Sonne ausgetrocknete Haut. Nur Declaré, Piz Buin und Dr. Hauschka kommen über ein „befriedigend“ nicht hinaus. Schlusslicht ist die Milch von Annemarie Börlind. Hier vergaben die Tester nur ein „ausreichend“.

Dennoch erfüllen alle Lotionen im Test die wichtigste Anforderung: Sie halten den angegebenen Lichtschutzfaktor ein und schützen entsprechend vor den UVB-Strahlen. Wer ganz sicher gehen will, muss sich aber dick eincremen. Für den ganzen Körper veranschlagen die Tester etwa drei Esslöffel Sonnenmilch.

Das ist aber noch nicht alles. Denn neben den UVB-Strahlen sind auch die längerwelligen UVA-Strahlen nicht zu vernachlässigen: Sie dringen tiefer in die Haut ein, lassen sie vorzeitig altern und sind oft schuld an unliebsamen Hautreaktionen. Sie könnten auch für die Entstehung von Hautkrebs mitverantwortlich sein, wie Wissenschaftler vermuten. Deshalb bieten moderne Sonnencremes auch einen Schutz vor diesem Strahlenbereich. Nach heutigem Wissensstand geht man davon aus, dass der optimale Schutz vor UVA-Strahlung dann gegeben ist, wenn das Verhältnis von UVA- zu UVB-Faktor mindestens 1:3 beträgt. Die meisten Sonnenschutzmittel im Test erfüllen diese Anforderung. Nur Declaré, Piz Buin, Dr. Hauschka und Annemarie Börlind müssen nach Angaben der Tester noch nachbessern.

Einen Nachteil hat ein starker UVA-Schutz allerdings doch: Die Filtersubstanzen können nämlich auf Textilien hartnäckige Flecken hinterlassen. Wer also an einem Kleidungsstück hängt, sollte es deshalb lieber vermeiden, frisch eingecremt in seine sauberen Sachen zu schlüpfen. Yasmin El-Sharif

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