Testen : Kino für unterwegs

Bei tragbaren DVD-Playern fehlen oft gute Bilder und ein klarer Ton. Am besten fallen die Ergebnisse noch beim Akku-Betrieb aus.

DVD
Zwei Mal Mini. Fast alle Kinder lieben tragbare DVD-Player - besonders als Zeitvertreib auf langen Fahrten. -Foto: Vario

Ein gutes Buch reicht meistens nicht mehr aus, um lange Fahrten im Zug oder Auto mit Kindern erträglich zu machen. Pädagogisch sicher nicht immer wertvoll, dafür aber hilfreich beim Zeittotschlagen sind mobile DVD-Spieler. Mit ihnen lässt sich auch unterwegs der Lieblingsfilm schauen – und die Kinder sind beschäftigt.

Die Stiftung Warentest hat zwölf dieser Geräte getestet, sieben von ihnen empfangen zusätzlich digitales Fernsehen (DVB-T). Allerdings erreichte kein Gerät ein „gutes“ Gesamturteil. Der teuerste Spieler, der Sony DVP-FX810 für stolze 325 Euro, bekommt sogar die Note „mangelhaft“. Am besten schneidet noch der „befriedigende“ Panasonic DVD-LS80 für 269 Euro ab. „Das Gerät lässt sich nicht nur besonders gut bedienen, sondern im Auto auch gut an den Kopfstützen vom Vordersitz montieren“, schreiben die Tester.

Doch auch eine gute Handhabung bringt nicht viel, wenn die Bildqualität nicht stimmt. Und die ist bei keinem der kleinen Bildschirme wirklich gut. Bei Sonnenschein etwa gibt es kaum Kontraste. Vier Geräte, darunter der mangelhafte Sony, sind selbst bei normalem Tageslicht kaum brauchbar.

Auch die Lautsprecher sind bei keinem der Spieler wirklich gut: Klangverfärbungen und fehlende Bässe muss man bei den tragbaren Geräten offenbar hinnehmen. Bei den Spielern von Mustek, SEG, Sony und Daewoo sind die Miniboxen sogar so schwach, dass leise Stimmen selbst bei maximaler Lautstärkeeinstellung kaum zu verstehen sind. Auch die mitgelieferten Kopfhörer sind meist eher schwach – sofern überhaupt welche mitgeliefert werden. Immerhin: Mit guten Kopfhörern klingen fast alle passabel.

Am besten fallen die Ergebnisse noch beim Akkubetrieb aus. Eine zweistündige Spielfilm-DVD halten alle im Test problemlos durch, der Toshiba SD-P1900 schafft sogar drei hintereinander. Wirklich negativ fallen hier nur zwei Geräte auf: Bei Lenco und Philips sind die Akkus fest eingebaut und lassen sich nur vom Fachhändler auswechseln.

Das Fazit der Tester: Nur wenn die mobile Nutzung als Kaufargument ausschlaggebend ist, sollte man sich einen mobilen Spieler zulegen. Als Zweitgerät etwa für das Gästezimmer ist man mit einem billigen Fernseher nebst DVD-Spieler besser beraten. ysh

0 Kommentare

Neuester Kommentar