Testen : Staubsauger: Klein und kräftig

Die meisten Geräte saugen passabel – auch ohne hohe Wattzahlen. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Yasmin El-Sharif

Hohe Wattzahl gleich gute Saugkraft ist eine gängige Annahme. Dass sie so nicht stimmt, belegt aktuell eine Untersuchung der Stiftung Warentest. Elf Bodenstaubsauger in der Preisklasse von 50 bis rund 200 Euro hat das Institut geprüft. Dabei mussten die Geräte mit Hart- und Teppichböden fertig werden und gegen Staub aus Ritzen, Ecken und an Kanten ankämpfen. Wie gut sie zu bedienen und wie haltbar die Sauger sind, floss ebenfalls in die Bewertung ein. Das Ergebnis zeigt: Die Hersteller sind im Vergleich zu früheren Tests deutlich mit ihren Wattzahlen runtergegangen, schlechtere Ergebnisse gab es diesbezüglich trotzdem nicht.

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An der Spitze der drei mit „gut“ beurteilten Modelle liegt der Miele S5 Ecoline Green für 214 Euro. Trotz moderater 1340 Watt (Anbieterangabe 1300 Watt) saugt er insgesamt am besten – selbst auf Teppichböden ist er „gut“, was fast alle anderen Geräte nicht sind. Als ebenfalls sehr robust mit gleich guten Umwelteigenschaften, also geringem Energieverbrauch, erwies sich der Bosch Formula Hygienixx für 163 Euro. Nur dieser schaffte neben dem Miele-Gerät auch beim Saugen auf Teppichboden ein gutes Ergebnis. Und das obwohl die gemessenen 1435 Watt unter der Anbieterangabe von 1600 Watt bleiben. Kaum schlechter ist der Eio Varia R-Control Eco, der seine volle Wirkung vor allem auf Hartböden bewies. Bei diesem Modell wird deutlich, dass schon 1215 Watt für eine gute Leistung ausreichen können.

Geprüft wurde auch, ob die Geräte den Staub vollständig in den Beutel saugten und dieser nicht mit dem Abluftstrom teilweise wieder in den Raum geblasen wurde. Die drei am besten bewerteten Geräte schnitten auch in diesem Punkt durchweg gut ab, während vier andere Geräte nur „ausreichend“ beziehungsweise „mangelhaft“ waren. Darunter auch der Solac Eco Apollo, der die Schmutzpartikel als einziges Gerät im Test nicht in einem auswechselbaren Staubbeutel, sondern einer Box sammelt (157 Euro).

Hausstauballergiker sollten beim Kauf daher auf eine optimale Filterwirkung bei den Geräten achten, raten die Warentester. Aber trotzdem bleibt für sie der Umgang mit dem Staubsauger nicht unproblematisch. Beim Entnehmen des Staubbeutels aus dem Gerät können immer Staubwolken entweichen. Noch staubiger, als den vollen Beutel zu entsorgen, ist es übrigens, die Staubbox des Solac über dem Mülleimer zu entleeren. Dafür entfallen allerdings die hohen Kosten für den Kauf von Beuteln (siehe Kasten unten). 

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