THERAPIE : Fest oder lose?

THERAPIE

Je nach Befund des Arztes haben Eltern die Wahl: Herausnehmbare Spangen empfehlen sich bei einfachen Fehlstellungen und Kindern, die noch im Zahnwechsel stecken. Die Kosten liegen bei 2000 bis 3500 Euro, bei Kunststoffschienen können sie aber auch 4000 und 8000 Euro betragen. Die Vorteile: Herausnehmbare Spangen sind einfacher zu reinigen, Schäden an Zahnwurzeln und am Zahnhalteapparat sind seltener. Die Nachteile: Lose Zahnspangen gehen oft verloren, auch die Aussprache leidet.

Festsitzende Spangen wie Brackets, Retainer oder Miniimplantate bieten sich bei ausgeprägten Zahn- und Kieferfehlstellungen für Jugendliche und Erwachsene an. Die Vorteile: Die Therapie ist kürzer und führt meist zu besseren Ergebnissen. Auch das Sprechen wird kaum beeinflusst. Die Nachteile: Die Reinigung der Zähne ist deutlich schwieriger. Die Spangen bieten Nischen für Speisereste und Beläge, es droht Karies.

Die Kosten für festsitzende Spangen variieren. Brackets – kleine Riegel mit Drahtbögen – kosten zwischen 4000 bis 7000 Euro, Retainer – ein Draht auf der Zahninnenseite – schlagen dagegen nur mit 200 bis 350 Euro zu Buche. Bei Miniimplantaten muss man mit 350 bis 800 Euro rechnen, Brackets auf der Zahninnenseite (Lingualtechnik) kosten rund 5000 Euro pro Kiefer.

VORBEUGUNG

Um zu verhindern, dass ihr Kind später zum Kieferorthopäden muss, können Eltern Folgendes tun, sagt die Stiftung Warentest: Babys stillen, Kindern das Daumenlutschen und Bleistiftkauen abgewöhnen. Zudem sollte der Nachwuchs nicht auf die Unterlippe und die Zunge beißen und auch die Zunge nicht pressen. Wichtig auch: Zähne stets gründlich reinigen. hej

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