Unerwünschte Telefonwerbung : Verbraucherzentrale und Lichtblick einigen sich

Schnelle Wendung: Am Dienstag hatte die Verbraucherzentrale Bremen Klage gegen den Energieanbieter Lichtblick eingereicht - wegen unerwünschter Telefonwerbung. Einen Tag später gab es die Einigung.

Carsten Kloth

Hamburg/BremenDie Verbraucherzentrale Bremen hatte am Dienstag bekannt gegeben, wegen unerwünschter Telefonwerbung rechtliche Schritte gegen Lichtblick eingeleitet zu haben - tagesspiegel.de hatte berichtet. Im Auftrag von Lichtblick sollen Verbraucher ohne vorherige Erlaubnis zu Werbezwecken angerufen worden sein - sogenanntes "cold calling". Dabei sollen sich die Anrufer zum Teil sogar als Mitarbeiter der Verbraucherzentrale ausgegeben haben.

Nun haben sich Verbraucherzentrale und Lichtblick verständigt: Die Verbraucherzentrale sagte zu, die Klage zurück zu ziehen. Lichtblick stellte dieser eine Unterlassungserklärung zu und erklärte sich zur Übernahme der Kosten für die eingereichte Klage bereit. Laut Verbraucherschützer hat sich Lichtblick verpflichtet, im Wiederholungsfall 10.000 Euro pro Werbeanruf an die Verbraucherzentrale zu zahlen.

"Zwischen der Verbraucherzentrale und uns gibt es keinen inhaltlichen Dissenz.", so Dr. Christian Friege, Geschäftsführer von Lichtblick. Die Eskalation in der Angelegenheit wird bedauert - die unkomplizierte Lösung begrüßt.

Der Energieanbieter war von der Klage überrascht worden. Lichtblick-Sprecher Gero Lücking erläuterte tagesspiegel.de, dass die Verbraucherzentrale Bremen dem Unternehmen bereits im Sommer von den Beschwerden über die Telefonwerbung berichtet hatte. Da man hunderprozentig gleicher Meinung wie die Verbraucherschützer sei, habe man die Konsequenzen gezogen und sich von dem entsprechenden externen Vertriebspartner getrennt.

Die Verbraucherzentrale fordert die Verbraucher auf, ihr auch weiterhin unerlaubte Werbeanrufe mitzuteilen.

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