Verbraucherpreise : Butterpreis im August um 36 Prozent gestiegen

Neben Butter und anderen Milchprodukten ist auch die Bildung durch die Einführung von Studiengebühren preislich stark gestiegen. In der Eurozone ist die jährliche Inflationsrate gesunken.

WiesbadenDie Jahresteuerung in Deutschland verharrt knapp unter der Marke von zwei Prozent. Im August lagen die Verbraucherpreise um 1,9 Prozent höher als vor einem Jahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Auch im Juli lag die Rate bei 1,9 Prozent. Im Monatsvergleich von Juli zu August gingen die Preise um 0,1 Punkte zurück. Das Amt bestätigte damit die im August veröffentlichten vorläufigen Zahlen. Auch in der Eurozone herrscht nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat Preisstabilität.

Im deutschen Bildungswesen erhöhten sich wegen der Einführung von Studiengebühren die Preise im Bildungswesen um 28,7 Prozent. Auch Nahrungsmittel stiegen mit 2,5 Prozent über dem Durchschnitt, wobei Butter sogar um 36,6 Prozent und Vollmilch um 11,5 Prozent zulegten. Dagegen stiegen die Preise für Bekleidung und Schuhe mit 0,9 Prozent weniger stark. Auch die Energiepreise lagen im August im Vergleich zum Vorjahresmonat nur 0,8 Prozent höher.

Preisstabilität gegeben

Im direkten Monatsvergleich stieg vor allem Butter um 31,9 Prozent. Die Preise für Kartoffeln gingen dagegen um 12,2 Prozent zurück. Auch Mineralölprodukte verzeichneten einen Rückgang um 2,5 Prozent.

In der Eurozone sank die jährliche Inflationsrate - auch wegen etwas günstigerer Energiepreise - im August auf 1,7 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Im Juli hatte sie noch 1,8 Prozent betragen. Für die Europäische Zentralbank ist Preisstabilität gegeben, wenn im Währungsgebiet des Euro mit rund 320 Millionen Menschen die Teuerung höchstens nahe zwei Prozent liegt. Auch in der Europäischen Union mit ihren 27 Mitgliedstaaten ging die jährliche Inflation im August auf 1,9 Prozent zurück. Im Juli hatte sie zwei Prozent betragen. (mit dpa)

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