Verbraucherschutz : Krankenkassen bieten schlechten Service

Die Stiftung Warentest stellt den Krankenkassen in Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus. Die Beratung lasse bei vielen Angeboten zu wünschen übrig.

BerlinViele Krankenkassen beraten laut Verbraucherschützern schlecht. Bei einer Überprüfung des Angebots von 20 Krankenkassen hätten nur fünf Kassen mit "gut" abgeschlossen, berichtete die Stiftung Warentest vorab aus der neuen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest". Dabei handle es sich um vier AOKs und die Techniker Krankenkasse. Sehr schlecht sei dagegen der Service der IKK-Direkt gewesen, sie kassierte ein "mangelhaft".

Neben dem Informationsangebot der Kassen wurde auch die telefonische, elektronische und persönliche Beratung der Kassen getestet. Dazu erkundigten sich Testkunden, ob etwa die neue Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs für junge Mädchen bezahlt wird. Das Ergebnis: Teuere Kassen beraten nicht besser als günstige. Die mit "gut" bewertete AOK Sachsen hat etwa einen Beitragssatz von 12,9 Prozent, während die mit 14,4 und 14,5 Prozent deutlich teurere Barmer Ersatzkasse und die DAK im Test eher mittelmäßig abschnitten.

"Mangelhaft" war der Stiftung zufolge der Service der IKK-Direkt, die am Telefon kaum und per E-Mail gar nicht zu erreichen war. Zudem "glänzten die Mitarbeiter nicht durch Freundlichkeit", berichtete "Finanztest" weiter. Ebenfalls am unteren Ende der Service-Skala liegen die BIG-Direkt-Krankenkasse und die BKK ATU mit einem jeweils nur "ausreichenden" Qualitätsurteil. (mit AFP)

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