Verbraucher : Verhandlung gegen Telekom im November

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Berlin Das Landgericht Frankfurt am Main hat jetzt einen Termin bekannt gegeben, wann die ersten Klagen gegen die Deutsche Telekom auf Schadenersatz verhandelt werden sollen. „Das Landgericht Frankfurt hat uns den 23. November als ersten Verhandlungstermin genannt“, sagte Rechtsanwalt Ralf Plück. Dessen Wiesbadener Kanzlei vertritt etwa 6000 Kläger.

Die Kläger werfen der Deutschen Telekom vor, im Prospekt zum dritten Börsengang des Unternehmens im Jahr 2000 falsche Angaben gemacht zu haben. Da der Aktienkurs des Unternehmens seit dem Jahr 2000 dramatisch abgestürzt ist, und die Anleger viel Geld verloren haben, verlangen sie nun Schadenersatz aus Prospekthaftung. Einige Klagen richten sich auch gegen den Bund und die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau, die die Aktien damals verkauft haben.

Insgesamt klagen nach früheren Angaben des Landgerichts rund 15 000 Einzelpersonen oder Gesellschaften, vertreten durch 630 Rechtsanwälte. Das Verfahren stellt das Gericht vor allem wegen der Vielzahl der Klagen vor eine große Herausforderung. Die Summe um die gestritten wird, ist dagegen relativ gering: Es werden Ansprüche in Höhe von rund 100 Millionen Euro geltend gemacht. Für den ersten Verhandlungstermin im November hat der zuständige Richter Meinrad Wösthoff zehn Klagen ausgewählt, in denen die wichtigsten Argumente der Kläger zum Tragen kommen und die dann Pilotcharakter für die weiteren Verhandlungen haben sollen. vis

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