Verbraucher : Versager im Dauerlauf

Nach sechs Jahren macht die erste Maschine schlapp. Gespart wird auch an den Wasserschutzeinrichtungen

Corinna Visser

In deutschen Haushalten wird im Schnitt 260 Mal im Jahr Wäsche gewaschen, also etwa fünf Mal in der Woche. Dabei werden insgesamt mehr als 600 000 Tonnen Waschmittel, rund sechs Milliarden Kilowattstunden Strom und etwa 330 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht, haben Wissenschaftler der Universität Bonn ermittelt. Zum Glück gibt es Waschmaschinen – rund 37 Millionen Geräte – und damit fast in jedem deutschen Haushalt eine. Leider kann man ihnen beim Kauf nicht ansehen, wie viele Jahre sie durchhalten.

Die Stiftung Warentest hat 15 Waschmaschinen getestet, zwölf Front- und drei Toplader. Die Modelle arbeiten alle mit 1200 Schleudertouren pro Minute. Das reicht, wenn man die Wäsche anschließend zum Trocknen aufhängt. Zu den teureren Maschinen mit 1400 Schleudertouren und mehr raten Experten nur, wenn man danach einen Trockner benutzt. Im Test unterzogen die Experten die Maschinen einer Dauerprüfung. Hier schnitten zwei Modelle – EBD WA 3112 und Indesit WIE 127 – nur „ausreichend“ ab. Die Samsung B-1245 (AV) erhielt sogar nur ein „mangelhaft“ – nach rund sechs Jahren hätte die Trommel ersetzt werden müssen.

Beste Wahl bei den Frontladern sind nach Meinung der Tester Quelle/Privileg 7620 für 600 Euro und die baugleichen Bosch WFX 2442 (705 Euro) und Siemens WXLP 1241 (655 Euro). Bei den Topladern liegt die Miele W254 (970 Euro) vorn. Preisvergleiche lohnen sich: Bei gleichen Modellen betragen die Unterschiede bis zu 250 Euro.

Bei der Auswahl im Geschäft sollte der Kunde vor allem auf drei Dinge achten: Die Energieeffizienzklasse wird bei einer 60-Grad-Wäsche ermittelt, zu Hause wird aber immer mehr bei 40 Grad gewaschen. „Wer wissen will, was die Maschine bei 40 Grad verbraucht, muss sich die Bedienungsanleitung zeigen lassen“, rät Brigitte Kluth-Kosnik. Es lohne sich auch zu prüfen, ob man mit der Handhabung der Bedienelemente zurechtkommt. Und: „Wer seine Maschine nicht im Keller, sondern in einer Etagenwohnung stehen hat, sollte auf einen optimalen Schutz vor Wasserschäden achten“, rät die Expertin.

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