Verbraucher : Warm, wasserfest, winddicht

Mit den neuen Softshelljacken kommt man gut durch die kalte Jahreszeit – aber der Komfort hat seinen Preis

Eva Buscher

Wenn es draußen kälter wird, braucht man eine warme Garderobe. Als Alternative zu herkömmlichen Wetterjacken bieten sich neue Produkte an, die so genannten Softshelljacken. Sie kombinieren die Wärmeisolation einer Fleecejacke mit einer robusten Außenschicht, sollen zudem abriebfest, Wind und Wasser abweisend, atmungsaktiv und wärmeisolierend sein. Zwar gibt es auch Fleecejacken im Handel mit einer Membran-Schicht. Diese sind – je nach Anbieter – deutlich günstiger als die Softshellmodelle. Allerdings fehlt ihnen der strapazierfähige Oberstoff.

„Softshelljacken haben gegenüber vielen anderen Funktionsjacken den Vorteil, dass sie leichter und anschmiegsamer sind“, erklärt Jürgen Tewes von der Zeitschrift „test“. Die neuen Outdoorjacken sind in der Regel taillierter geschnitten und liegen näher am Körper. Hinzu kommt, dass herkömmliche Modelle oft als Doppeljacken angeboten werden: Außen liegt die wetterabweisende Jacke, innen eine aus Fleece. Softshelljacken dagegen kombinieren einen strapazierfähigen Oberstoff mit einer wärmeisolierenden Innenschicht. Sie eigenen sich für viele Aktivitäten an der frischen Luft, sei es Skilanglauf oder Nordicwalking, Wandern oder Radfahren.

Trotz der hohen Preise verkaufen sich Softshelljacken gut, heißt es bei der Firma Löffler. Deren Gore-Windstopper für 185 Euro erreichte im Test die Bestnote von 1,9 (gut). Modelle, die wie die Jacke von Löffler mit einer Membran beschichtet sind, bieten generell den besseren Windschutz. Zudem schützten sie im Test – bis auf zwei Ausnahmen – gut bis sehr gut vor Regen.

Allerdings: Komplett wasserdicht sind auch Softshelljacken nicht. Der Grund: Beim Vernähen wird die Membran durchstochen. An den geprüften Jacken waren diese Nähte anschließend nicht mit einem Klebeband verschweißt worden. Gute Eigenschaften haben die Jacken dagegen hinsichtlich der Belüftung. Die Membran muss die Atmungsaktivität nicht einschränken. Das zeigt etwa das Beispiel Gore-Windstopper.

Bei einigen Jacken problematisch: die Haltbarkeit. Bei der „Globetrotter/Four Seasons Yoho“, die als Herrenmodell 100 Euro, für Damen 90 Euro kostet, löste sich schon nach der fünften Wäsche der Oberstoff von der Innenschicht ab. Die Oberfläche zog zudem Fäden und wurde durch Knötchenbildung unansehnlich. Diese Verbindung zwischen Außen- und Innenschicht war auch bei der „Columbia Icefall“ für 150 Euro ein Schwachpunkt. Nach 15 Wäschen zeigte die Oberfläche Bläschen.

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