Verbraucher : Was sich ab 2008 ändert

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ACHT MILLIONEN VERTRÄGE

Etwa acht Millionen Riester-Verträge liegen in den Depots der Deutschen. 80 Prozent davon sind Versicherungspolicen. Fonds- und Banksparpläne sind deutlich in der Minderzahl. Mit einer Verdoppelung der Kundenzahl auf 1,2 Millionen Verträge haben Fondsprodukte 2006 aber am deutlichsten zugelegt.

DIE BEDINGUNGEN

Der Sparer muss drei (ab 2008 vier) Prozent seines steuerpflichtigen Einkommens – 2007 maximal 1575, ab 2008 dann 2100 Euro – in einen Riester-Vertrag einzahlen. Er kann dabei mittlerweile unter rund 3600 zertifizierten Produkten wählen. Die Einzahlungen können bis zur Obergrenze als Sonderausgaben beim Fiskus geltend gemacht werden. Höhere Beiträge sind möglich, müssten jedoch aus dem versteuerten Nettoeinkommen eingezahlt werden.

STAATLICHER ZUSCHUSS

Der Staat schießt 114 Euro jährlich als Grundzulage zu, ab 2008 erhöht sich dieser Sockel auf 154 Euro. Zusätzlich gibt es 138 Euro (ab 2008: 185 Euro) für jedes kindergeldberechtigte Kind. Die Zulagen können auf den Mindestbetrag angerechnet werden. Ein Ehepaar mit zwei Kindern und einem Bruttoeinkommen von 50 000 Euro muss ab 2008 also mindestens 2000 Euro in den Riester-Vertrag einzahlen, erhält davon aber 678 Euro (154+154+185+185) vom Staat. Die Eigenleistung sinkt auf 1322 Euro. Bei geringen Einkommen und hoher Kinderzahl kann der Zuschuss sogar rechnerisch über dem Eigenanteil liegen: Hier wird dann ein jährlicher Mindesteigenanteil von 60 Euro verlangt. Riester-Verträge garantieren einen 100-prozentigen Kapitalerhalt. moc

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