Verbraucher : Welche Währung bietet Chancen?

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IM AUFWIND

Der Euro ist derzeit stark. Im Februar dieses Jahres unterschritt er zum letzten Mal die Marke von 1,20 US-Dollar, seitdem ist die europäische Gemeinschaftswährung stetig im Aufwind, derzeit notiert sie bei 1,27 Dollar. Ob dies auch in der Zukunft so bleiben wird und der Aufwärtstrend anhält, hängt maßgeblich von den Zinsentscheidungen der Notenbanken ab. An diesem Donnerstag tagt die Europäische Zentralbank (EZB); eine Anhebung des Leitzinses, der aktuell bei 2,75 Prozent liegt, wird noch nicht erwartet. Trotzdem rechnen die meisten Experten mit tendenziell steigenden Zinsen im Euroraum.

UNTER DRUCK

Das könnte auch der europäischen Gemeinschaftswährung weiteren Auftrieb gegenüber dem Dollar geben. „Ich gehe davon aus, dass sich der Dollar im zweiten Halbjahr weiter abschwächen wird“, sagt Carsten Fritsch, Devisenexperte bei der Commerzbank. „Auf Sicht von zwölf Monaten rechnen wir mit einem Kurs von 1,35 Euro.“

AUF ABSTAND

In den USA könnten die Zinsen – nach 17 Erhöhungen seit Juni 2004 – spätestens im kommenden Jahr wieder sinken, meint Commerzbank-Experte Fritsch. Dann werde sich die Zinsschere zwischen Euro- und Dollarraum wieder verringern. Viel Aufwärtspotenzial sieht Fritsch dagegen beim japanischen Yen : „Japans Notenbank wird die Null-Zins-Politik aufgeben“, erwartet der Experte. In den kommenden Monaten wird sich der Yen deshalb nach Meinung des Experten besser entwickeln als Euro und Dollar. stek

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