Verbraucher : Wie finde ich den richtigen?

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EMPFEHLUNG

Guter Rat ist nicht nur eine Frage des Preises, sondern auch des Vertrauens. Am besten geht man darum zu einem Anwalt, den ein Freund oder eine gute Bekannte empfehlen können, rät Ulrich Schellenberg vom Berliner Anwaltsverein.

ANWALTSAUSKUNFT

Wer niemanden kennt, der jemanden kennt, kann sich beim Deutschen Anwaltsverein informieren (www.anwaltauskunft.de). Hier findet man die Adressen von 60 000 zugelassenen Anwälten, sortiert nach Wohnort und Fachgebiet. Beim Anwaltsverein kann man sich auch beschweren, wenn es Probleme mit der Beratung gab.

VERBRAUCHERZENTRALE

Preisgünstiger als die meisten Anwälte ist die Rechtsberatung der Verbraucherzentralen. Für 15 Euro bietet die VZ Berlin Rechtsberatung an (www.verbraucherzentrale-berlin.de). Eine schriftliche Beratung, die auch per E-Mail möglich ist, kostet nur fünf Euro. Im Gegensatz zum Anwalt kann der Rechtsberater der VZ aber keine Vertretung vor Gericht übernehmen.

Außerdem ist die Verbraucherzentrale nicht befugt, in folgenden Rechtsgebieten zu beraten: Arbeits-, Sozial-, Steuer-, Renten-, Familien-, Erbrecht, Immobilien- und Grundstücksfragen, Nachbarschaftsrecht, Straf- und Ordnungswidrigkeitenrecht.

MIETERVEREIN

Rechtsberatung in Mietrechtsfragen leistet der Mieterverein (www.berliner-mieterverein.de). Die Beratung ist kostenlos – allerdings nur für Mitglieder (monatlicher Beitrag zwischen 3,50 und 7,50 Euro).

GEWERKSCHAFT

Mitglieder von Gewerkschaften können sich kostenlos von ihren Arbeitnehmervertretern beraten lassen, wenn es um arbeitsrechtliche Probleme geht.

RATHAUS

Im Rathaus Schöneberg findet für die Rechtsschwerpunkte Verbraucher-, Familien-, Erb-, Vertrags-, Straf-, Arbeits- und Sozialrecht an jedem Dienstag eine ehrenamtliche Rechtsberatung statt. Auch viele Bürgerämter bieten einmal in der Woche kostenlose Beratung für sozial schwache Bürger an.

OMBUDSLEUTE

Streit kann man auch ohne Anwalt beilegen: Immer mehr Organisationen beschäftigen einen Ombudsmann, der zwischen Unternehmen und Verbrauchern vermittelt. Einen Ombudsmann hat zum Beispiel der Bundesverband der öffentlichen Banken (www.voeb.de). Daneben unterhalten auch der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (www.bvr.de), der Bundesverband der Banken (www.bankenombudsmann.de), die Versicherungswirtschaft (www.versicherungsombudsmann.de ) und die privaten Krankenversicherungen (www.pkv-ombudsmann.de) Beschwerdestellen. mirs

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