Verbraucher : Wie man aus Verträgen aussteigt

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DIE MÖGLICHKEITEN

Kündigung : Der Kunde erhält nur den Rückkaufwert, der in den ersten Jahren der Laufzeit deutlich unter den eingezahlten Beträgen liegen kann.

Beitragsfreistellung : Es wird kein Beitrag mehr gezahlt, deshalb sinkt die Aufbauleistung. Auch hier wird häufig ein Abschlag vom Guthaben erhoben.

Policendarlehen : Der Kunde nimmt auf seinen Versicherungsvertrag einen Kredit auf, für den er aber Zinsen zahlen muss, die über der Verzinsung der Lebensversicherung liegen können.

Verkauf : Die Police wird auf dem Zweitmarkt verkauft. Der Kunde benötigt eine Kopie seines Versicherungsscheins, Vollmachten und gebenenfalls einen Fragebogen, den er von der Gesellschaft erhält, an die er seinen Vertrag verkaufen will. Der Käufer übernimmt das Weitere. Die Versicherung muss dem Verkauf der Police aber zustimmen.

VORSICHT VOR FALLEN

Auf dem Zweitmarkt tummeln sich auch schwarze Schafe. Ein Hinweis auf Qualität ist die Mitgliedschaft im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen. Verkäufer sollten mehrere Angebote einholen und sich von ihrer Lebensversicherung den Rückkaufwert errechnen lassen. Auch die Angebote ausländischer Gesellschaften sollten geprüft werden. Geklärt sein muss, ob im Todesfall zusätzliche Zahlungen geleistet werden. Nicht einlassen sollte man sich auf Ratenzahlungen, bei denen der Käufer zunächst nur einen Teil des Kaufpreises auszahlt.

ADRESSEN

Seriöse Gesellschaften, die Lebensversicherungen kaufen, sind im Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt (BVZL) organisiert. (www.bvzl.de, Tel: 089/ 599439-12, Fax: 089/599439-15). dr

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