Verbraucherschutz : Brüssel verbietet Ryanair Aer Lingus-Übernahme

Der Billigflieger Ryanair darf nicht wie geplant die irische Fluggesellschaft Aer Lingus übernehmen.

BrüsselDer Billigflieger Ryanair darf nicht wie geplant die irische Fluggesellschaft Aer Lingus übernehmen. Die EU-Kommission untersagte den Deal zwischen den zwei führenden irischen Airlines. Der Zusammenschluss würde auf den 35 Strecken der beiden Gesellschaften zu einem Monopol führen und damit "zum Nachteil der Verbraucher" ausfallen, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Sie fürchtet eine Einschränkung des Angebots und höhere Preise für die 14 Millionen Passagiere, die jedes Jahr mit Ryanair und Aer Lingus von und nach Irland fliegen.

Ryanair-Chef Michael O'Leary will sich vor Gericht gegen das Verbot wehren, wie er bereits am Dienstag ankündigte. Ryanair hatte im Oktober 1,5 Milliarden Euro für Aer Lingus geboten. Zusammen würden die beiden Fluggesellschaften rund 50 Millionen Passagiere befördern. Es ist das erste Mal seit zweieinhalb Jahren, dass die EU-Kommission eine Übernahme verbietet. (mit AFP