Der Tagesspiegel : Verdacht auf Betrug bei Jobvermittlung

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Erneut ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Betrugsverdachts mit Vermittlungsgutscheinen der Arbeitsagentur. Die Staatsanwaltschaft wirft zwei Betreibern einer Getränkefirma vor, Angestellte zur Kündigung aufgefordert zu haben und sich einen Vermittlungsgutschein zu besorgen. Mit diesem wurden die Beschäftigten dann über eine Personalvermittlung in einer Scheinfirma angestellt, arbeiteten tatsächlich aber für die Getränkefirma weiter. Über den Vermittlungsgutschein können private Vermittler Provisionen von zunächst 1000 Euro von den Arbeitsagenturen erhalten. Die Verdächtigen sollen die Arbeitnehmer außerdem gedrängt haben, sich sofort nach der Vermittlung krank schreiben zu lassen, um von der Krankenkasse Krankengeld kassieren zu können.

Um Beweismaterial sicherzustellen, wurden am Montag Wohnungen und Büroräume durchsucht. Dabei wurden etliche originalverpackte Elektronikgeräte gefunden. Laut Staatsanwaltschaft besteht der Verdacht, dass diese Geräte aus betrügerischen Kreditkartengeschäften stammen. Gegen einen der Männer erging Haftbefehl, da er eine Zeugin unter Druck gesetzt haben soll. sik

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