Der Tagesspiegel : Verkehrsverbund ohne Sozialkarten VBB vor einer „neuen Ära“

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Seine Arbeit hat der neue Chef des Verkehrsverbundes BerlinBrandenburg (VBB), Hans-Werner-Franz, erst am Montag aufgenommen, doch ganz schnell muss er eine unpopuläre Entscheidung verteidigen. Im nächsten Jahr sollen Sozialhilfeempfänger keine billigeren Monatskarten für Fahrten mit der BVG und der S-Bahn mehr erhalten. Betroffen davon sind nur Berliner; in Brandenburg gab es diese Regelung nicht. Doch jetzt hat auch der Berliner Senat den Restzuschuss gestrichen. Aus dem eigenen Etat wollen die Verkehrsbetriebe jedoch keine Sozialtarife finanzieren. So gibt es jetzt auch in diesem Bereich eine Gemeinsamkeit im VBB zwischen Brandenburg und Berlin.

Mit Franz gebe es beim VBB eine neue Ära, sagte gestern Berlins Stadtentwicklungssenator Peter Strieder (SPD). Beide Länder unterstützten den Verbund „auf breiter Linie“, was Brandenburgs Verkehrsminister Franz Szymanski (SPD) bestätigte. Trotzdem will Strieder für den Nahverkehr weiter einen Berliner „Projektkoordinator“ einsetzen. Bei der Ausschreibung dafür war der „alte“ VBB unterlegen. In Zukunft könne er aber weitere Aufgaben übernehmen, so Strieder. kt

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