Versicherungen : "Kyrill" war teuer

Der Orkan "Kyrill", der Mitte Januar über Deutschland hinwegfegte, hat Schäden von mehr als drei Milliarden Euro angerichtet. Für die Versicherungen heißt das Mehraufwendungen von 45 Prozent bei Hausrats- und Sachversicherungen.

Orkan Kyrill
Der Orkan Kyrill. -Foto: ddp

BerlinDer Orkan "Kyrill" hat in Deutschland Schäden in Höhe von rund drei Milliarden Euro angerichtet und damit weit mehr als zunächst geschätzt. Wegen der noch eintreffenden Schadensmeldungen etwa von Handwerkern und Dachdeckern werde sich die zunächst auf zwei Milliarden Euro bezifferte Summe aller Schäden auf drei Milliarden Euro einpendeln, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. An die vom Sturm betroffenen Kunden zahlen müssen demnach am meisten die Gebäudeversicherungen. Sie hatten 45 Prozent mehr Aufwendungen als im Vorjahr.

Auch Hausrat- und Kfz-Versicherungen mussten den Versicherten wegen "Kyrill" mehr Geld erstatten. Insgesamt rechnet die Versicherungswirtschaft in diesem Jahr mit einem Rückgang ihrer Einnahmen um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Kyrill" war Mitte Januar mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern über Deutschland und Europa hinweggefegt. Er knickte Bäume und Strommasten um, deckte Dächer ab und sorgte für einen Dauereinsatz von Polizei, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Die Deutsche Bahn stellte den Betrieb vorübergehend komplett ein. (mit dpa)