Versteigerung bei Christie's : Miró-Gemälde erzielt Höchstpreis

Ein Gemälde des spanischen Malers Juan Miró hat bei einer Auktion in London einen neuen Höchstpreis erzielt: Für 6,6 Millionen Pfund wechselte es den Besitzer.

LondonRund 9,8 Millionen Euro erzielte das Bild "Le Coq" ("Der Hahn") des Malers Juan Miró am Montagabend bei einer Auktion von Christie's durch einen unbekannten Bieter. Es ist damit das teuerste Gemälde des katalanischen Künstlers.

Das Londoner Auktionshaus hatte den Wert auf fünf bis 5,5 Millionen Pfund veranschlagt. Der erste Tag der Versteigerung von Meisterwerken impressionistischer und moderner Kunst bei Christie's sorgte noch für weitere Rekorde. 26,5 Millionen Euro zahlte ein anonymer Bieter aus den USA für "Waterloo Bridge, Temps Couvert" ("Waterloo-Brücke, bedeckter Himmel") des französischen Impressionisten Claude Monet. Das Gemälde erzielte damit den zweithöchsten Preis, der jemals für ein Monet-Werk gezahlt wurde. Die Schätzungen lagen gerade mal bei einem Drittel.

Mit 4,9 Millionen Pfund erzielte das Gemälde "Picking Apples" der russischen Künstlerin Natalia Goncharova zudem den höchsten Preis, der jemals für das Werk einer Künstlerin gezahlt wurde. Es erreichte damit fast das Vierfache seines geschätzten Werts. Monets Bild "Les arceaux de roses, Giverny" von 1913 kam für fast neun Millionen Pfund, Picassos "Mousquetaire et nu assis" für 6,7 Millionen Pfund unter den Hammer. Heute soll bei Sotheby's mit "Nymphéas" ein weiteres Meisterwerk des französischen Impressionismus versteigert werden. Monet hatte diese "Nymphéas" 1904 im Rahmen einer Serie von Bildern über Seerosen in seinem Garten in Giverny gemalt. Seit 1936 war das nun zur Versteigerung stehende Bild nicht mehr in der Öffentlichkeit zu sehen. Der Wert wurde auf zehn bis 15 Millionen Pfund veranschlagt.