Verstöße : Verkehrssündern drohen drastisch höhere Bußgelder

Sünden im Straßenverkehr sollen künftig saftige Geldstrafen nach sich ziehen: In Einzelfällen sieht das Bundesverkehrsministerium das doppelte Bußgeld vor - besonders teuer soll es für Raser werden.

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Verkehrssünder sollen künftig tiefer in die Tasche greifen. -Foto: ddp

BerlinEin Sprecher des Bundesverkehrsministeriums bestätigte Berichte, der Entwurf sehe in Einzelfällen die Verdoppelung der Bußgelder vor. Trunkenheit am Steuer soll bereits beim ersten Mal mit 500 Euro geahndet werden. Die Strafe für Handy-Telefonate am Steuer solle von 40 auf 70 Euro steigen. Raser sollen bis zu 680 Euro Bußgeld zahlen. Derzeit liegt die Höchstgrenze dafür bei 425 Euro.

Unter Berufung auf den Ministeriumsentwurf berichtete die "Bild"-Zeitung weiter, Drängler müssten statt 250 Euro künftig 400 Euro zahlen, notorische Linksfahrer 80 statt 40 Euro. Auch Lastwagenfahrer und deren Auftraggeber sollten bei Verkehrsverstößen härter zur Kasse gebeten werden. Der Auto Club Europa (ACE) berichtete unter Berufung auf den Entwurf, bei Verstößen gegen Halte- und Parkverbote solle das Bußgeld von 35 auf bis zu 65 Euro steigen.

Der vorliegende Entwurf soll nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums bei der Länderverkehrsministerkonferenz Mitte Oktober in Merseburg diskutiert werden. Die Abstimmung im Bundestag und im Bundesrat solle noch vor Jahresende stattfinden. Im kommenden Jahr solle der neue Bußgeldkatalog in Kraft treten. (mit dpa)