Vertragsauflösung : Jungprofi Özil treibt Schalke zur Weißglut

Als Fußballer hat der 19-jährige Mesut Özil in der Bundesliga weniger als Nichts erreicht. Doch als "Abzocker" kann er schon jedem Top-Stars Lektionen geben. Bei Schalke 04 platzte Trainer Slomka und Manager Müller jetzt der Kragen.

Mesut Özil
Will mehr Geld: Özil fordert mehr Geld, aber Schalke blockt ab. -Foto: dpa

GelsenkirchenDas Tischtuch zwischen dem FC Schalke 04 und Jungprofi Mesut Özil ist endgültig zerschnitten. Nach Angaben von Schalke-Manager Andreas Müller kann der 19 Jahre alte Mittelfeldspieler, der seinen bis 2009 datierten Vertrag nicht verlängern wollte, den Fußball-Bundesligisten noch in der Winterpause bei einem entsprechenden Angebot verlassen.

"Wir haben seinem Berater gesagt, dass wir sofort über einen Verkauf verhandeln können", sagte Müller in der heutigen "Bild". Trainer Mirko Slomka plant wegen des im Zuge der Vertragsverhandlungen ausgebliebenen Bekenntnisses des deutschen U 21-Nationalspielers zum Verein offenbar ohne das Talent. Özil werde von seinem Berater Reza Fazeli und seinem Vater Mustafa "ferngesteuert", stellte Slomka fest. Eine sofortige Trennung sei "durchaus denkbar".

Özils Berater sind nun gefordert, einen Verein zu suchen, der die Ablöseforderung der Königsblauen und die Gehaltsvorstellungen des Spielers erfüllt. Angeblich haben Arsenal London und türkische Vereine Interesse an dem gebürtigen Gelsenkirchener, der in der Bundesliga-Hinrunde für Schalke elf Spiele absolvierte und in der Champions League viermal zum Einsatz kam. Doch ein "Schnäppchen" dürfte Özil nicht werden, sein Markwert wird auf vier bis sieben Millionen Euro geschätzt. (hu/dpa)