Videoüberwachung : Schönbohm will öffentliche Plätze weiter per Video überwachen

Nach Auswertung erster Modellprojekte zieht Brandenburgs Innenminister Schönbohm eine positive Bilanz der Videoüberwachung. An den Bahnhöfen in Potsdam und Erkner soll deshalb auch in Zukunft mitgefilmt werden.

Videoüberwachung
Seit 2006 ist in Brandenburg die Videoüberwachung öffentlicher Plätze erlaubt. -Foto: ddp

PostdamDie Bahnhöfe in Potsdam und Erkner werden weiterhin mit Kameras überwacht. Die Videoüberwachung werde an diesen beiden Standorten unbefristet fortgesetzt, teilte Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) mit. Am Bahnhof Bernau und an einer Großdiskothek in Rathenow werde die Videoüberwachung dagegen zum Jahresende eingestellt. Hintergrund seien ein Rückgang der Straftaten und eine günstige Gefahrenprognose.

Brandenburg hatte Ende 2006 ein neues Polizeigesetz verabschiedet, dass die Videoüberwachung öffentlicher Plätze erlaubt. Zuvor war die Überwachung lediglich im Rahmen eines Modellprojekt möglich gewesen. In den vergangenen Monaten wurden die Ergebnisse des Modellprojekts untersucht. Die Polizeipräsidenten erarbeiteten Vorschläge zum weiteren Vorgehen, die das Innenministerium jetzt genehmigte. Schönbohm betonte, es werde mit dem erforderlichen Augenmaß auf Entwicklungen reagiert.

Nach Angaben des Ministers registrierte die Polizei an allen vier Standorten einen Rückgang bei der Zahl der Straftaten. Allein in Rathenow habe es 70 Prozent weniger Delikte gegeben. Im Durchschnitt aller vier Standorte sei ein Rückgang um 50 Prozent zu verzeichnen. Damit habe sich die Videoüberwachung bewährt. (mit ddp)

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