Der Tagesspiegel : Viele bangen um das letzte Storchenküken Im Internet-Horst starb der Nachwuchs an Gift

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Vetschau Tierfreunde in ganz Deutschland klicken derzeit noch häufiger als sonst die Internetseite des Vetschauer Storchenzentrums an. In dem von einer Kamera beobachteten Horst spielt sich ein Drama ab: Alle drei vor einigen Tagen geschlüpften Küken sind gestorben. Jetzt richtet sich die Hoffnung der Storcheneltern und ihrer Beobachter auf das vierte und letzte Ei. Die Brutzeit von 32 Tagen endete zwar schon am Dienstag. „Aber auch der Nachwuchs bei Menschen verspätet sich oft“ meint der Chef des Storchenzentrums, Winfried Böhmer. Er vermutet, vergiftetes Futter sei die Ursache für den Tod der Küken. „Wahrscheinlich sind sie Opfer einer Umweltverschmutzung geworden“, mutmaßt der Naturfachmann. „In letzter Zeit brauchten die Altstörche ihrem Nachwuchs ungewöhnlich viele Fische ins Nest. Möglicherweise wurden sie in einem Gewässer fündig, wo zahlreiche tote Fische schwammen.“ Auch starkes Mäusegift komme als Ursache in Betracht. Zur Nahrung hätten auch Mäuse gehört. Störche suchen ihre Nahrung im Umkreis von fünf Kilometern rund um den Horst. Nachforschungen in der Umgebung nach vergifteten Fischen oder Mäusen blieben bislang erfolglos. Aufschluss über den Grund für den bislang einmaligen Verlust der Jungtiere soll nun eine Untersuchung in der Pathologie geben. Die Storcheneltern hatten ein totes Küken aus dem Nest geworfen.

Die Internetseite www.storchennest mit Livebildern aus dem Horst sehen sich täglich rund 200000 Menschen an.Ste.

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