Volleyball-EM : Deutsche Volleyballerinnen siegen gegen die Türkei

Mit einem glatten 3:0-Erfolg besiegten die Deutschen die Türkei in der Zwischenrunde der EM. Damit wahrten sie die Chance auf den Einzug ins Halbfinale. Der Sieg war aber knapper, als es das Ergebnis aussagt.

CharleroiDie deutschen Volleyball-Frauen können bei der 25. Europameisterschaft weiter auf die Teilnahme am Halbfinale hoffen Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti bejubelte im belgischen Charleroi im ersten Zwischenrundenspiel gegen die Türkei einen 3:0 (25:21, 25:21, 32:30)-Erfolg und wahrte damit seine Chance auf die Teilnahme an der Vorschlussrunde. Am Mittwoch muss allerdings auch ein Sieg über Weltmeister Russland gelingen.

Eine Niederlage gegen den EM-Favoriten Russland würde das Aus für die deutsche Mannschaft bedeuten, die schon mit einer 0:3-Niederlage zum EM-Auftakt gegen Italien, Weltmeister von 2002 in Berlin und EM-Zweiter von 2005, belastet ist. Die Italienerinnen sind nach einem 3:1 gegen Frankreich noch verlustpunktfrei.

Das deutsche Team, das bei der WM im November des Vorjahres in Japan gegen die Türkei noch 1:3 verloren hatte, setzte auch im fünften Spiel zwischen beiden Mannschaften in diesem Jahr ihre Siegesserie fort. Wie Anfang des Monats in Ankara bei der erfolgreichen Grand-Prix-Qualifikation für 2008 gab es wieder einen Erfolg in drei Sätzen. Die Türkinnen hatten sich nur mit einem mühevollen 3:2-Sieg über Kroatien nach einem 0:2-Rückstand noch für die Zwischenrunde qualifiziert.

Deutschland musste gewinnen

Der deutschen Mannschaft merkte man den Druck des Siegen müssens an. Der Erfolg war zwar zwei Sätze lang nicht gefährdet, eine souveränere Mannschaftsleistung hätte die Partie aber schneller entscheiden können. Vor allem nach klaren Führungen verstand es der EM- Dritte von 2003 nicht, nachzulegen. Diese Schwäche zog sich praktisch durch alle Durchgänge, wenn am Ende auch immer der Satzgewinn heraussprang. Guidetti war oftmals unzufrieden mit seinen Spielerinnen und stand lautstark gestikulierend an der Seitenlinie.

Im ersten Durchgang führten die Deutschen schon 19:11, doch die Türkinnen kamen wieder bis auf vier Zähler heran. Im zweiten Abschnitt gab es beim 13:7 einen Sechs-Punkte-Vorsprung, der bis auf 21:19 zusammenschmolz. Eine Zuspitzung gab es im dritten Abschnitt: Nach einer 16:8-Führung kam unnötige Unruhe in die Aktionen, drohte der Satz zu kippen. Plötzlich lag die Türkei 20:19 vorn. Danach konnten die Deutschen drei Matchbälle nicht verwandeln und mussten in einem Zitterdurchgang sechs Satzbälle abwehren, ehe Christiane Fürst und ein Block doch noch die Wende und den Sieg brachten. (mit dpa)