Vor der IAA : Deutsche Autobauer auf Rekordkurs

BMW, Audi und die Mercedes Car Group steuern weiter auf Rekordkurs und haben im August teils deutliche Absatzzuwächse eingefahren. Sogar Smart konnte mit dem neuen Modell Boden gut machen.

BMW
BMW hat neue Bestwerte im Visier. -Foto: ddp

München/Stuttgart/Ingolstadt Neben BMW bekräftigte vor der Automesse IAA (13. bis 23. September) auch die VW-Tochter Audi ihr Ziel, im laufenden Jahr neue Bestwerte bei den Verkäufen erreichen zu wollen. Die Mercedes Car Group hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, dass der Vorjahresrekord von 1,251 Millionen abgesetzten Fahrzeugen in diesem Jahr übertroffen werden soll.

Am deutlichsten fiel der Absatzschub im August bei BMW aus. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce kletterte im Jahresvergleich um 12,9 Prozent auf 99.755 Autos, wie das Unternehmen mitteilte. Von Januar bis einschließlich August erreichte BMW damit ein Plus um 7,1 Prozent auf 952.929 Fahrzeuge. "Wir haben uns für das Jahr 2007 ein Absatzwachstum im höheren einstelligen Prozentbereich vorgenommen. Wir sind sehr gut unterwegs, dieses Ziel zu erreichen", sagte BMW- Vertriebsvorstand Michael Ganal.

Größter Einzelmarkt blieben für BMW auch im August die USA, gefolgt von Deutschland und Großbritannien. Einen kräftigen Zuwachs verbuchte vor allem die Marke Mini, deren Absatz um 24 Prozent auf 14.670 Einheiten wuchs. Bei der Kernmarke BMW legten die Verkäufe um 11,1 Prozent auf 85.003 Einheiten zu. Von der Luxus-Limousine Rolls- Royce wurden 82 Exemplare in Kundenhand übergeben und damit 20 mehr als vor Jahresfrist.

Die Mercedes Car Group konnte ihren Absatz im August um 8,7 Prozent auf 96.200 Autos steigern. Wie DaimlerChrysler weiter berichtete, legte vor alle die Marke Mercedes-Benz mit einem Plus von 9,1 Prozent auf 89.100 Fahrzeuge zu. Aber auch die lange notleidende Kleinwagenmarke Smart konnte mit dem neuen Modell im August den Absatz um 3,8 Prozent auf 7100 Autos steigern.

Optimismus in Stuttgart

Die Mercedes-Gruppe lag wegen der Einstellung des Smart-Viersitzers im Vorjahr beim Gesamtabsatz nach acht Monaten mit 817.600 Autos knapp im Minus (0,1 Prozent). Die Kernmarke Mercedes- Benz verkaufte bis Ende August bereits 2,5 Prozent mehr Fahrzeuge (758.600). Der Optimismus der Stuttgarter Autobauer begründet sich auch aus der Tatsache, dass Smart nach ihren Angaben mit einem Modell im Vergleich mit dem Vorjahres-August zulegen konnte, obwohl damals noch drei Smart-Modelle verkauft wurden. Besonders gut verkaufte sich die neue C-Klasse, die nach dem Verkaufsstart in allen Märkten den Absatz mit 23.900 Einheiten fast verdoppelte.

Die VW-Tochter Audi verlor durch das Absatzminus im Heimatmarkt Deutschland auf ihrer Rekordfahrt im August etwas an Tempo. Weltweit wurden nach Angaben der Audi AG im August rund 66.400 Autos ausgeliefert worden und damit 4,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Juli und Juni hatte das Absatzplus noch 9,2 beziehungsweise 11 Prozent betragen. Audi-Vertriebsvorstand Ralph Weyler bekräftigte aber die Erwartungen für das Gesamtjahr: "Weltweit werden wir auch in diesem Jahr mit einem Rekordabsatz abschließen." In den ersten acht Monaten dieses Jahres lieferte das Unternehmen 656.600 Fahrzeuge aus und damit 9,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

In Deutschland gingen die Verkäufe der VW-Tochter im August um 7,7 Prozent auf 18.063 Autos zurück. Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit dem Auslaufen des Volumenmodells A4, dessen Nachfolgegeneration auf der IAA vorgestellt werden soll. Dagegen konnte Audi vor allem in China, aber auch den USA und in Großbritannien deutlich zulegen. (mit dpa)