Der Tagesspiegel : Vorsicht bei fliegenden Händlern

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Beelitz. Alle Jahre wieder das gleiche Szenario: der erste Beelitzer Spargel, die Sorgen mit dem Wetter und – man kann darauf warten – die Meldungen über falschen Beelitzer Spargel, verkauft von skrupellosen Händlern.

Ernst-August Winkelmann vom Spargelhof Buschmann & Winkelmann ist trotzdem sauer über solche Berichte, die seiner Ansicht nach den ehrlichen Spargelbauern schaden: „Gerade in diesem Jahr haben wir bei Kontrollen der Händler so gut wie keine Betrügereien festgestellt. Natürlich gibt es immer einige Schwarze Schafe in der Branche, aber vor denen können sich die Verbraucher sehr leicht schützen, indem sie bei Händlern ihres Vertrauens kaufen oder im Einzelhandel.“ Das bestätigt auch der Vorsitzende des Vereins der Beelitzer Spargelbauern, Manfred Schmidt: „Die meisten kennen ihre Händler, die seit Jahren auf den Wochenmärkten immer Beelitzer Spargel verkaufen. Auch bei „Kaiser’s“ und „Reichelt“ kann man sicher sein, dass die Stangen echt sind. Vorsicht ist hingegen bei fliegenden Händlern geboten, die oft nicht einmal einen Stand aufbauen, sondern nur die Klappe ihres Kofferraums öffnen.“

Irritiert zeigte sich Schmidt von Meldungen über polnische Händler, die Billigspargel verkaufen. „Davon ist uns nichts bekannt. In Polen wird bisher nur wenig Spargel angebaut, der aufgrund der unkalkulierbaren Wartezeiten an der Grenze nicht in größeren Mengen nach Deutschland gelangt. Da greifen Betrüger eher auf billigen griechischen, spanischen oder holländischen Spargel zurück.“

Schmidt rät, sich bei Zweifeln den Lieferschein zeigen zu lassen. Oder nach dem n des Betriebs zu fragen. Und sicherheitshalber dort anzurufen. Möglichst noch vor dem Kauf. Sandra Dassler

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