VW : Auch eine Variante – der Variant VI

Jetzt, wo die Stecker der IAA gezogen sind, widmen sich alle wieder den Autos, die es jetzt schon zu kaufen gibt: VW komplettiert mit dem Variant die Golf-VI-Familie und bringt eine Modelletage tiefer nach dem Fünftürer den dreitürigen Ableger des allseits gelobten Polo.

Eric Metzler

Die Frontpartie des Golf-Kombis trägt jetzt das Gesicht der aktuellen Generation; der „vulgäre“ Chromkühler (Designer Klaus Bischoff) weicht einem schlichten Horizontalgrill in Schwarz. Das Heck erinnert trotz der veränderten Rückleuchten und der durchlackierten Stoßfänger san den pummeligen Vorgänger. Schade – so wirkt die Gesamtansicht des Variant weniger harmonisch als die Linie von Vier- und Zweitürer. Dem Erfolg als Familienauto und als Dienstwagen für Handlungsreisende dürfte das keinen Abbruch tun – schließlich darf man sich drauf verlassen, dass Verarbeitung und Fahrwerk genauso tadellos sind wie bei der Limousine. Im Laderaum bietet der Kombi mit 505 bis 1495 durchschnittlich viel Platz. Die Ladekante ist gut zu überwinden, die Seitenwände der Ladefläche relativ gerade. Braucht man einen ebene Ladefläche, müssen Lehne und Sitzfläche getrennt umgelegt werden – unzeitgemäß.

Als Antriebsquellen stehen zum Verkaufsstart ein aufgeladener Benzindirekteinspritzer TSI mit 122 PS und Common-Rail-Turbodiesel zwischen 105 und 140 PS zur Wahl. Später folgen zwei Multipoint-Benziner mit 80 und 102 PS sowie ein größerer TSI mit 160 PS. Die Preise beginnen für einen Trendline bei 18 500 Euro. Darüber liegen Comfortline und Highline. Wer es besonders nobel mag, wird bei „Exclusive“ fündig; der neuen Produktmarke von VW. Der Golf-Kombi ist deren erstes Modell – ab 27 145 PS für den Benziner mit 102 PS.

Für weniger als die Hälfte kann man im neuen Einstiegs-Polo mit drei Türen Platz nehmen: Ab 12 150 Euro gibt es den 1,2-Liter-Dreizylinder inklusive ESP und höhenverstellbarem Fahrersitz. Generell übernimmt der Dreitürer die komplette Motorenpalette des großen Bruders, der seit seinem Start im Sommer vor allem wegen seiner außergewöhnlichen Qualitätsanmutung und der Motoren gute Noten erhielt. Benzinseitig geht es über einen 1,2er mit 70 PS und einen 1,4er mit 85 PS hinauf bis zum starken, aber sparsamen TSI mit 1,2 Litern Hubraum und 105 PS. Bei den Dieseln stehen drei Ausprägungen des 1,6-Liters zwischen 75 und 105 PS zur Wahl – wobei sich der 90-PS-Polo mit 3,6 Litern fahren lässt, wenn er mit dem optionalen Spritspar-Paket ausgestattet wird. Der noch sparsamere Polo Blue Motion folgt gegen Jahresende; ihm widmen wir uns später gesondert.

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