VW-Betriebsrat : Porsche soll Arbeitsplätze garantieren

VW-Arbeitnehmervertreter Bernd Osterloh warnt Porsche, nicht gegen die Belegschaft zu arbeiten. Von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verlangt er ein Bekenntnis zur "sozialen Verantwortung".

HamburgAngesichts der möglichen Übernahme von Volkswagen durch Porsche hat der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh die Einhaltung der bestehenden Tarifverträge und Jobgarantien gefordert. "Wir brauchen ein klares Signal, dass die Eigentümer-Familien Porsche und Piech sich zu ihrer sozialen Verantwortung bekennen", sagte Osterloh der "Bild"-Zeitung. In der VW-Belegschaft gebe es derzeit "viel Unsicherheit, Unruhe und Frust".

Osterloh warnte Porsche, es gehe "nur mit und nicht gegen die VW-Belegschaft". Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte zahlreiche Schutzbestimmungen bei VW wie den Haustarifvertrag in Frage gestellt. Volkswagen könne sicherlich von Porsche lernen, Porsche aber auch viel von VW und Audi, etwa die Nutzung gleicher Plattformen und Baukastenmodule für mehrere Modelle, sagte Osterloh weiter.

VW sei nicht der Autohersteller mit den höchsten Löhnen, den kürzesten Arbeitszeiten und der geringsten Produktivität, sagte Osterloh: "Fakt ist: Die Kollegen haben schon verzichtet. Sie arbeiten länger und verdienen genau so viel wie in Betrieben mit normalem IG-Metall-Tarif." Die Arbeitskosten lägen unter denen von BMW, Audi und Mercedes. Dennoch müsse "jedem bei VW klar sein, dass wir uns in einem globalen Krieg der Autobauer befinden". (mit AFP)