Wahlkampf-Spenden : Hillary Clinton führt das Feld an

Die Präsidentschafts-Kandidaten im US-Wahlkampf sollen Farbe bekennen. Am Samstag müssen sie den Stand ihrer Einnahmen melden.

Hillary Clinton
Hillary Clinton: Geld sammeln scheint ihr keine Mühe zu machen. -Foto: ddp

WashingtonIm Rennen der Kandidaten um Wahlkampfspenden für die US-Präsidentschaftswahl 2008 ist die demokratische Senatorin Hillary Clinton weiter vorangeprescht. Im zweiten Quartal 2007 habe Clinton etwa 27 Millionen Dollar eingenommen, teilte ihr Wahlkampfmanager Howard Wolfson mit.  "Das ist mehr, als jemals ein Demokrat im zweiten Quartal des Vorwahljahrs gesammelt hat", sagte Wolfson. Zugleich räumte er ein, dass Clintons schärfster innerparteilicher Rivale um die Kandidatur, Senator Barack Obama, im zu Ende gehenden Quartal vermutlich ein "beträchtlich höheres" Ergebnis einfahren werde.

Obamas Team legte zunächst keine Zahlen vor. Spätestens am Samstag müssen die Präsidentschaftskandidaten ihren Spendenstand aus dem zweiten Quartal bei der Wahlkommission melden. Ihre Einnahmen werden in der Öffentlichkeit genau verfolgt. Sie gelten als Gradmesser für die Zugkraft eines Kandidaten. Im ersten Quartal hatte Clinton mit 26 Millionen Dollar einen neuen Rekord erzielt, während Obama mit nur einigen hunderttausend Dollar weniger ein überraschend starkes Ergebnis erzielte.

In Umfragen liegt Clinton bei den Demokraten mit deutlichem Abstand vor Obama auf Platz eins. Auf republikanischer Seite führte beim Spendensammeln im ersten Quartal der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, mit etwa 20 Millionen Dollar. Hinter ihm lagen New Yorks Ex-Bürgermeister Rudolph Giuliani mit 15 Millionen Dollar und Senator John McCain mit 12,5 Millionen Dollar. Die kommende Präsidentschaftswahl wird nach einmütiger Einschätzung von Experten die teuerste aller Zeiten. Bis zu einer Milliarde Dollar werden die Kandidaten ausgeben. (mit AFP)