Warnstreik : Cockpit zeigt Muskeln bei LTU und Dba

Zwei Stunden Verzögerung gab es am frühen Morgen bei Flügen der Dba, heute unter dem Dach von Air Berlin, und LTU aufgrund Warnstreiks der Pilotengewerkschaft Cockpit. Insgesamt waren 14 Flüge von München und Düsseldorf betroffen.

Warnstreiks Dba LTU
Mit Warnstreiks will die Pilotengewerkschaft Cockpit ihren Forderungen bei Dba und LTU Nachdruck verleihen. -Foto: ddp

Ein zweistündiger Warnstreik hat den Flugverkehr von LTU und der in Air Berlin aufgegangenen Dba für zwei Stunden lahm gelegt. Die Arbeitskampfmaßnahmen, zu denen die Vereinigung Cockpit (VC) ihre Mitglieder bei den Fluggesellschaften LTU und Dba in der Zeit von 5 bis 7 Uhr in München und Düsseldorf aufgerufen hatte, "kann als voller Erfolg gewertet werden", erklärte Cockpit. Von drei Flügen der unter dem Logo Air Berlin firmierenden Dba und 12 der LTU von München und Düsseldorf seien 14 wegen des Warnstreiks zwei Stunden später gestartet. Die Besatzung der drei Flüge aus München, die unter dem Logo Air Berlin abgewickelt werden, hätten noch Tarifverträge mit der Dba, erläuterte Cockpit. Air Berlin hat die Dba und die LTU übernommen.

Die Pilotenvertreter bedauerten, auf diesem Weg auch Passagiere zu treffen und hätten sich daher dazu entschlossen, die Streikmaßnahmen in die frühen Morgenstunden zu legen, um eine anschließende Beförderung aller Fluggäste sicherzustellen. "Alle Fluggäste werden ans Ziel kommen, wenngleich mit Verspätung", sagte Cockpit-Sprecher Markus Kirschnek. LTU-Sprecher Marco Dadomo konnte noch keine genauen Angaben zu den Folgen machen.

Urabstimmung bei der LTU

Heute Nachmittag erwartet Cockpit das Ergebnis der Urabstimmung bei der Gesellschaft LTU. Laut Satzung benötigt der Verband die Zustimmung von 70 Prozent der befragten Mitglieder. Bei der Dba hatten bereits im März 98 Prozent des Personals in einer Urabstimmung für einen Streik gestimmt. Mit dem Arbeitskampf sei bisher aber gewartet worden, weil das Management ausgetauscht worden war und man auf ein neues Angebot warten wollte, teilte Cockpit weiter mit.

Am Freitag war nach mehrwöchiger Funkstille wieder Bewegung in den Tarifkonflikt bei LTU gekommen. Bei einer neuen Verhandlungsrunde habe die Geschäftsführung für die rund 400 Piloten ein verbessertes Angebot vorgelegt. Zu den Details machten beide Seiten keine Angaben. (mit dpa)