Der Tagesspiegel : Warnstreiks bei BVG, Kitas und Behörden

Wer in Berlin wegen des S-Bahn-Chaos auf die U-Bahn umsteigt, wartet heute möglicherweise auch dort vergeblich auf seinen Zug. 500 Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind zum Warnstreik aufgerufen.

BVG Streik
Busse der BVG auf einem Omnibushof in Berlin-Spandau.

Berlin (dpa/bb)Wer in Berlin wegen des S-Bahn-Chaos auf die U-Bahn umsteigt, wartet heute möglicherweise auch dort vergeblich auf seinen Zug. 500 Fahrer der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind zum Warnstreik aufgerufen. Vor allem bei der U-Bahn werde es im morgendlichen Berufsverkehr zu Ausfällen kommen, teilte das Unternehmen mit. Zudem müssen sich die Berliner auf Warnstreiks in Bezirksämtern und in Senatsverwaltungen sowie in den Kitas der Eigenbetriebe einstellen. Nicht betroffen sind Einrichtungen freier Träger.

Hintergrund des Ausstands die Tarifverhandlungen für die 12 000 Beschäftigten der BVG und für die knapp 50 000 Arbeiter und Angestellten von Land und Bezirken. Bei der BVG wollen die kleineren Gewerkschaften GDL und gkl mit dem Warnstreik die Arbeitgeberseite zu einem Angebot drängen, sie fordern fünf Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die größte BVG-Gewerkschaft Verdi beteiligt sich an dem Arbeitskampf nicht, so dass es bei einzelnen Ausfällen bleiben dürfte. Allerdings hat die S-Bahn wegen des Wartungsstaus derzeit nur etwa die Hälfte ihrer Wagen auf der Schiene.