Der Tagesspiegel : Warsower Reiterfest: Rindvieh als Goldesel

Dorothea Flechsig

Bei Kuhfladen Glück: Mit einer etwas artfremden Aktion würzt das kleine Örtchen Warsow bei Friesack heute Abend seine diesjährigen Reiterfestspiele - mit dem "Kuh-Roulette". Dabei müssen die Besucher darauf hoffen, dass sich eine zuvor ausgesuchte Kuh auch als Goldesel erweist. Auf einer Wiese werden 150 Felder wie auf dem Schachbrett markiert. Ebenso viele Zuschauer dürfen mitspielen, jeder setzt fünf Mark auf eines der Felder. Dann wird die Kuh auf die Wiese geführt; Sieger ist derjenige, auf dessen Feld die Kuh "etwas" fallenlässt. Startschuss zum rustikalen Roulette ist um 18 Uhr.

Der Gewinner bekommt ein Drittel des Gesamteinsatzes von 750 Mark, ein weiteres Drittel geht an die Kita im Nachbarort Wutzetz. Die restlichen 250 Mark fließen in die Kassen des Festkomitees, das sich seit Wochen damit beschäftigt, das insgesamt dreitägige Fest zu planen. Zu den traditionellen Höhepunkten des 7. Reiterfests, das in diesem Jahr vier Mark Eintritt pro Person kostet, gehört der Festumzug am Mittag, bei dem sich manche Teilnehmer aufwendig verkleiden, die Ausscheidungswettbewerbe für Reiterkunststückchen oder das Rodeo-Bullenreiten. Beim "Ritt" auf dem elektrischen Bullen ganz vornedran ist Bürgermeister Carsten Schwaab. Der 37-Jährige eröffnet auch die "Sumo-Ringer-Wettbewerbe" und tritt in der Samba-Show auf. Bei den Reiterspielen darf jeder mitmachen, der etwas Besonderes kann: ein Hinlege-Kunststückchen mit dem Pferd, ein gespieltes Märchen oder eine Reitshow. Die Reiter kommen aus allen Alterstufen, der älteste aktive Teilnehmer im Vorjahr war bereits 73 Jahre alt.

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