Der Tagesspiegel : Was die Schüler dazu sagen

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Fatime, 14, Oberschule am Brunnenplatz, Wedding: „Ist doch Mist. Was ist, wenn ein Notfall ist? Im Unterricht schalten wir eh auf lautlos. Außerdem ist das voll langweilig ohne Handy. Zum Musikhören, Spielen und Videos tauschen ist das immer noch am besten. Es gibt auch manche, die Gewaltvideos haben, aber die zeigen sie eigentlich nicht so oft.“

Angy, 13, Oberschule am Brunnenplatz, Wedding: „Wenn in der Schule das Handy klingelt, nehmen die Lehrer das sowieso sofort weg, und die Eltern müssen es dann abholen. Aber keiner lässt sein Handy zu Hause. Das braucht man doch, um sich zu verabreden oder Videos rüberzuschicken. Gewalt-Videos habe ich aber noch nicht gesehen.“

Suri, 17, Volksschule Kempten, Allgäu, zu Besuch in Berlin: „Dieses Geprahle mit den Happy-Slapping-Videos finde ich total kindisch. Ich brauche so etwas nicht, weil ich Gewalt ablehne. Allerdings glaube ich nicht, dass ein Handyverbot an den Schulen groß etwas verändern würde. Die Videos kann sich ohnehin jeder im Internet ansehen.“

René, 16, Richard-Keller Schule, Wittenau: „So ein Schwachsinn. Was soll man ohne Handy an der Schule? Ein Handy ist praktischer als ein Walkman oder MP3-Player. Ich würde das nicht zu Hause lassen. Ich weiß zwar, dass es an vielen Schulen Happy-Slapping-Videos gibt, aber bei uns werden die nicht rumgereicht. Dafür sorge ich auch selber.“

Layla, 16 , OSZ Gesundheit, Wedding : „Klar kenne ich diese Gewaltvideos. Die wurden an meiner alten Schule in Kreuzberg in den Pausen stolz herum gezeigt. Mich widern sie an. Deshalb finde ich ein Handyverbot an den Schulen gut. Ich lasse meins sowieso zu Hause, damit es mir nicht weggenommen wird, falls ich vergesse, es auszuschalten.“

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