Der Tagesspiegel : Wasserspiele zum kleinen Preis

In den letzten Jahren wurden in Brandenburg 20 neue Bäder gebaut. Der Eintritt ist häufig niedriger als in Berlin

Volker Eckert

Oranienburg. Es sind Osterferien und das Wetter macht richtig Lust zum Baden – nur die Wassertemperaturen spielen noch nicht mit. Bei 11 Grad wagen sich nur die Unerschrockensten dieser Tage in den Wannsee. Und während die Berliner Bäder mit teuren Eintrittspreisen schrecken – gibt es im Umland inzwischen ein breites Angebot an Hallenbädern, die mehr bieten als ein bloßes Schwimmbecken. Und manche bieten dazu auch noch sehr günstige Preise.

Zum Beispiel in Brandenburg/Havel: Der Grundpreis für eine Stunde im Marienbad beträgt 2,20 Euro. Besonders günstig kommen bis zu vierköpfige Familien weg. Vater und zwei Kinder zahlen für zwei Stunden gerade mal 5,90 Euro, ein Preis, für den man anderswo nicht mal allein ins Wasser kommt. Dafür bietet das Marienbad die ganze Erlebnispalette von Großrutsche bis zu Whirlpools (siehe auch Kasten).

Nach der Wende hatte sich in Brandenburg herausgestellt, dass die Bäderdichte weit unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Seitdem ist ständig an der „Vergrößerung der Wasseroberfläche“ gearbeitet worden, wie es Thomas Hainz vom Potsdamer Sportministerium ausdrückt. 20 neue Bäder sind seitdem gebaut oder saniert und ausgebaut worden. Laut Christian Tänzler von der Tourismus-Marketing-Gesellschaft Brandenburg haben die Bäder einen wichtigen Anteil an den gewachsenen Touristenströmen in die Mark. Es gibt Wellness-Thermen wie in Bad Saarow und Templin und Erlebnisbäder wie in Oranienburg oder Fürstenwalde.

Im „Bäderplan“ der Landesregierung – einem Fahrplan für die Sanierung und den Neubau von Bädern – wird aber auch an den einfachen Schwimmer gedacht, sagt Hainz. Allein für die Nutzung durch Schulen müssen genügend Bahnen zur Verfügung stehen. Neue Spaßbäder müssten daher auch normale Schwimmhallen miteinplanen.

Wer in den Erlebnisbädern also einfach nur seine Bahnen schwimmen will, kann auch dies tun. Zu einem in der Regel deutlich geringeren Eintritt.

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