WEGBEGLEITER : Sein Anschluss

DER VORGÄNGER

Kai-Uwe Ricke und René Obermann kennen sich seit Beginn der 90er Jahre. Beide leiteten zwei Mobilfunkfirmen, die mit der Telekom konkurrierten. Dann holte sie der damalige Vorstandschef Ron Sommer zur Telekom. Beide Manager traten quasi als Tandem auf: Immer wenn Ricke aufstieg, übernahm Obermann seinen Posten. Ricke war der, der auf Ausgleich und Konsens bedacht war. Obermann war der, der unangenehme Entscheidungen umsetzte. 2006 musste Ricke abtreten, weil er die notwendigen Veränderungen zu zögerlich anging und ihm der Rückhalt der Anteilseigner Bund und Blackstone fehlte.

DER GEGENSPIELER

2007 ging Obermann auf Konfrontationskurs zu den Mitarbeitern. Er wollte 50 000 Beschäftigte in Servicegesellschaften auslagern. Die Gewerkschaft Verdi rief zum Streik auf. Es wurde der härteste Arbeitskampf in der Geschichte des Unternehmens. Obermanns Kontrahent war Lothar Schröder, der nicht nur im Verdi-Vorstand sitzt, sondern auch Vizechef des Telekom-Aufsichtsrats ist. „Ich kenne keinen Manager bei der Telekom, der konfliktreicher mit den Beschäftigten der Telekom umgegangen ist“, sagt Schröder.

DIE PARTNERIN

Maybrit Illner.
Es geschah in der eigenen Sendung, bei dem Thema „Was haben wir vom Aufschwung?“. René Obermann war damals ihr Gast. Es funkte im Studio. Im vergangenen November machten Illner und Obermann ihre Liebe öffentlich. Beide trennten sich von ihren langjährigen Ehepartnern. Für die politische Journalistin Illner ist die Beziehung zu einem der mächtigsten Bosse Deutschlands nicht ganz unproblematisch. Der Telekom-Skandal war bisher kein Thema in ihrer Sendung.

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