Weihnachtsrätsel 2009 : Sie galt es zu erraten

1. Conrad N. Hilton (1887-1979)


Der spätere "Hotelkönig" wurde am Weihnachtstag in New Mexico geboren. Sein Vater, Ladenbesitzer Augustus Halvorsen, war aus Norwegen in die USA ausgewandert und hatte den Namen Hilton angenommen. Sein erstes Hotel kaufte Conrad 1919 in Cisco, Texas. Geschäftlich war er mit seinen Hotels weltweit erfolgreich, privat holperte es etwas. Eine von drei Ehen führte er von 1942 bis 1947 mit Zsa Zsa Gabor. Conrads Urenkelinnen Paris und Nicky sonnen sich heute noch im Ruhm des großen Namens. Hilton starb am 3. Januar 1979 in Kalifornien.

2. Richard Strauss (1864-1949)
war der Großverdiener unter den Komponisten der Jahrhundertwende. Seine "Salomé" nach Oscar Wilde machte ihn schon 1905 reich und berühmt, bis heute werden seine Opern und Tondichtungen weltweit gespielt. Strauss war nicht nur ein unermüdlicher Propagandist in eigener Sache, sondern trat auch aktiv dafür ein, dass alle Künstler für die Aufführungen ihrer Werke angemessene Tantiemen erhalten. Das von ihm inspirierte System der Gema hat bis heute Bestand. Als charismatischer Dirigent wirkte Richard Strauss unter anderem von 1989 bis 1919 an der Berliner Hofoper.

3. Jamshedji Tata (1839-1904),
indischer Industrieller und Begründer des Tata-Imperiums. Ziel seines Unternehmertums war es, Indien langfristig auf die Unabhängigkeit vorzubereiten, denn seiner Ansicht nach war nur ein wirtschaftlich entwickeltes Land in der Lage, auf eigenen Beinen zu stehen. Tata ärgerte sich, dass die Engländer es den Indern verwehrten, die teuren Hotels Bombays zu betreten. Also informierte sich Tata persönlich in Europa, engagierte Architekten und konnte so 1903 das Taj Mahal Hotel in Bombay eröffnen. Das "Taj" wurde zu einer Ikone des sich entwickelnden Indiens. Deshalb wurde es auch 2008 Ziel eines Terroranschlags. Tata selbst hat sein Vermögen vor seinem Tod in Stiftungen gegeben, das India Institute of Technology geht auf seine Arbeit zurück. Er starb in Bad Nauheim.

4. Simeyon Stylites der Ältere (389-459)
gilt als der erste Säulenheilige der Christenheit. Er hatte sich so strenger Askese unterzogen, dass für ihn kein Platz mehr im Kloster war. So ließ er sich auf einer Säule nieder, um dem Himmel näher zu sein. Er starb in Qa'lat Sim'an in Syrien, Frederico Fellini hatte ihm einen Film gewidmet.

5. Carl Peter Fabergé (1846-1920),
Goldschmied und Juwelier, stammte aus St. Petersburg und hatte seine Ausbildung in Dresden bekommen. Er arbeitete in der Schmucksammlung der Eremitage , was ihn zu eigenen Schmuckstücken inspirierte. Die Idee zu dem Osterei lieferte ihm ein finnischer Mitarbeiter. Der Zar war begeistert von den Eiern und so entstand die Traditon des Fabergé-Eis. Die Oktoberrevolution setzte seiner Karriere ein Ende.

6. Maria von Medici (1573-1642),
geboren in Florenz, Königin von Frankreich. Nach dem Mord an ihrem Ehemann Heinrich IV. 1610 Regentin für ihren Sohn, den späteren Ludwig XIII. Auseinandersetzungen mit Ludwig und dessen Erstem Minister Kardinal Richelieu zwangen sie 1631 ins Exil, erst in den Spanischen Niederlanden, später in England. Auf dem Weg zurück in ihre Geburtsstadt Florenz starb sie in Köln.

7. Grimod de la Reynière (1758-1837),
Schriftsteller und skandalumwitterter Gastronomiekritiker, feierte einige der denkwürdigsten Feste im Paris des späten 18.Jahrhunderts. Über seinen Todestag sind sich die Historiker uneins. Der "Larousse gastronomique", auf den wir uns bezogen, spricht in seiner aktuellen deutschen Ausgabe von Neujahr - aber es sind mindestens zwei andere Angaben in Umlauf.

8. Maria de la Felicidad Malibran (1808-1836)
war der erste Weltstar der Oper. Am 24. März 1808 in Paris geboren, entstammte sie einer bekannten Sänger-Dynastie. Die stimmliche wie darstellerische Intensität ihrer Auftritte ließ sie zur Heroine des Belcanto emporsteigen. Auch Amerika stürzte sie ins Opernfieber. Venedig benannte ein Theater nach der Malibran, das sie mit einem Benefizkonzert vor dem Bankrott rettete. Nach einem Reitunfall starb sie am 23. September 1836 in Manchester.

9. Audrey Hepburn (1929-1993),
Schauspielerin, wurde in Belgien geboren, wuchs aber in den Niederlanden auf. In London absolvierte sie eine Ballettausbildung und legte so den Grundstein für ihre spätere Hollywood-Karriere. Als Tänzerin am Broadway wurde sie für den Film entdeckt und bekam 1954 ihren ersten Oscar. Berühmt aber machte sie - sieben Jahre später - der Streifen "Frühstück bei Tiffany". Die Hepburn wurde zur Stilikone, der Film ist bis heute Kult. Dabei hatte Truman Capote, dessen Buch die Filmvorlage bildete, für eine andere Darstellerin gekämpft. Statt der grazilen, dunkelhaarigen Audrey wollte er die üppige Blondine Marilyn.

10. René Lalique (1860 - 1945)
waren Glas und Emaille wichtiger als Edelsteine. Hauptsache, sie passten zu seinen unkonventionellen Schmuckentwürfen, die heute der Inbegriff der Art Noveau sind. Lalique bot sie zuerst anonym bei Edeljuwelieren wie Cartier an, ab 1890 begeisterte er tout Paris mit einem eigenen Geschäft.

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