Weltkindertag : Simonis fordert mehr Rechte für Kinder

Anlässlich des Weltkindertages hat Heide Simonis, die Vorsitzende des Deutschen Komitees für Unicef, die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz gefordert. Als Vorbild sieht Simonis die skandinavischen Länder.

Weltkindertag
"Kinderrechte ins Grundgesetz". Am Weltkindertag machen Kinder mit Plakaten vor dem Reichstagsgebäude in Berlin auf ihre Belange...Foto: dpa

Berlin Es gehe darum, die besondere Situation eines Kindes, das sich weder körperlich noch geistig wehren könne, gegen Übergriffe von Erwachsenen zu schützen, sagte Simonis im RBB-Inforadio. Diese Rechte könnten zur Entwicklung von Kindern und zu einer glücklichen Kindheit beitragen.

Entgegen anders lautenden Befürchtungen würden Elternrechte durch die Ausgestaltung von Kinderrechten nicht eingeschränkt, fügte Simonis hinzu. "Wir wissen, dass da, wo Kinderrechte sehr stark beachtet werden, auch Eltern- und Familienrechte stark beachtet werden", sagte sie. Das zeigten die skandinavischen Länder.

Die Idee eines Weltkindertages stammt aus dem Jahr 1952 und geht auf die Organisation "International Union for Child Welfare" zurück. Bereits ein Jahr später wurde der erste Weltkindertag in über 40 Ländern begangen. 1954 nahm sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen des Themas an: Die Staatengemeinschaft beschloss, künftig einmal im Jahr weltweit gezielt auf die Belange der Kinder aufmerksam zu machen. Die Ausrichtung übernahm Unicef, das Kinderhilfswerk der Uno. (mit ddp)